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Abenteuerreise Thailand – Bergvölker, genannt Hilltribes
Carlos | 16. März 2010 | 13:12

Hier in Nordwesten Thailands leben sechs verschiedene Bergvölker, genannt Hilltribes, die meist als Flüchtlinge nach Thailand eingewandert sind. Auch die Hmong, die wir schon in Laos erlebt haben. Es wird viel getan, geredet um Opium und veranstaltet mit den Minoritäten, wir als Laien wissen nur, dass wir uns nicht den Reisegruppen anschliessen möchten, um uns die Menschen zum Fotografieren vorführen zu lassen.

Abenteuerreise Thailand – Bergvölker, genannt Hilltribes So suchen wir mit Detailkarten ein Dorf aus, das weit vom Schuss liegt, zu weit um in einen Tag hin und her zu fahren. So hoffen wir, die Touristenströme zu umgehen. Wir wissen, es wird wohl wieder mal eine harte Off Road Etappe aber als die anfangs noch betonierte Piste derart steil bergauf geht, dass mir der Truck 20 Meter vor dem Gipfel stehen bleibt, das nun wieder ist ganz was neues.

Ich stehe extremer Steillage mit der gezogenen Handbremse und latsche auch noch fest auf die Fussbremse, es sind nur noch wenig Meter bis ich oben bin und ich will die Untersetzung des Trucks nutzen, um das auch zu schaffen. Untersetzung heißt, viel Kraft bei wenig Geschwindigkeit. Bei Allradfahrzeugen nichts ausgefallenes. Um die Untersetzung zu aktivieren, muss ich einen Hebel nach rechts drehen. Allerdings hat der Hebel zwei Stellungen, die erste trennt den Motor komplett vom Antrieb, quasi Leerlauf in allen Gängen, die zweite Stellung aktiviert dann die Untersetzung. Soweit die Theorie, in der Praxis ist mir der Hebel jedoch schon vor Jahren abgebrochen und ich habe ihn mit einem kleinen Plastikteil ersetzt, das bis dahin gute Dienste geleistet hat. Durch die Hitze ist das Plastik etwas mürbe geworden und dreht durch, so bin ich zwar optisch in der zweiten, wirklich aber in der ersten Stellung. Wie immer passiert so was zum schlechtesten Zeitpunkt.
Im zweiten Gang löse ich die Handbremse gebe Gas, der Truck schiesst rückwärts den Berg nach hinten runter, bis ich an den Hebel zur Handbremse komme. Uta hat innerhalb einer Sekunde jegliche Farbe verloren, als ich zu ihr rüber sehe schaut mich ein Geist an, kreidebleich und ohne Fähigkeit etwas über die Lippen zu bringen. Vega dagegen steht im Durchgang, schaut mich vorwurfsvoll an!

Wie erwartet geht es oben dann Offroad weiter, schlechte Piste die in der Regenzeit wohl nicht fahrbar sein dürfte. Wir hoffen nur, nicht umsonst die Strapazen auf uns zu nehmen. Nicht alle Bergvölker sind freundlich.

Am Ende der abenteuerlichen Strasse stehen wir in einem Lisu-Dorf, weil der Truck nicht weiter kommt. Die Lisu kamen vor ca.100 Jahren aus China über Burma nach Thailand. Sie bevorzugen eine Höhe von 1000 m zum Leben und Ackern, organisieren sich in grossen Sippen und sind Ahnenverehrer. Es heisst, dass gern Chinesen sich für den Opiumanbau einheiraten. Tja, da stehen wir nun, aber alle Bedenken sind schnell verflogen und einige Frauen und Kinder in ihren bunten Trachten lachen uns an. Schnell ist das Eis gebrochen, wir besichtigen das Dorf, Vega und der Truck werden begutachtet und ich bespreche mit den Frauen wie wir hier weiter kommen… tja, wohl nur den selben Weg zurück.

Abenteuerreise Thailand – Mae Sot und Party
Carlos | 10. März 2010 | 04:06

Schnurstracks trucken wir nach Mae Sot zu Tom, hören, was es Neues gibt und um einiges zu erledigen, z.B. die nicht funktionierende Klimaanlage entgültig ausbauen. Ein zweiter Hund ist eingezogen und sie – Puk pui – bespielt jetzt Jessie, wie sie es selbst vor drei Monaten mit Vega tat.
Prompt landen wir zwischen Verstärkern und Partyzelt – der Nachbar feiert Hauseinweihung (vielleicht erinnert ihr euch an die Baustelle mit den burmesischen Arbeitern). Wir sind eingeladen und weil wir neugierig sind und es sonst auch nicht auszuhalten wäre mit 100 dB Karaoke, verbringen wir den Abend mit Tanzen, Essen und Hong Thong Trinken rum, Unterhalten ist unmöglich!

Abenteuerreise Thailand - Mae Sot und Party Abenteuerreise Thailand - Mae Sot und Party Abenteuerreise Thailand - Mae Sot und Party

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Morgens um 6 Uhr werden wir vom Gebetssingsang der Mönche geweckt, das Haus wird gesegnet…angenehme Stimmung, bis Karaoke wieder startet bis abends…die Thais sind einfach verrückt.

Die Nächte hier in West-Thailand, umgeben von Bergen, sind noch erträglich kühl. Wir decken uns also nachts wieder zu und Vega vergeudet keine Energie mit Hecheln vor dem Schlafen. Für den Tag haben wir uns einen kleinen Ventilator zugelegt, der die Haare waagerecht stehen lässt. Er hat den Platz der Klimaanlage eingenommen, da WAECO keine Lösung für uns hier in Thailand anbieten kann. Für die Fenster im Fahrerhaus haben wir uns Fliegengitter zum Einklemmen anfertigen lassen, damit immer eine Luftzirkulation möglich ist für Vega.

Abenteuerreise Thailand - Mae Sot und Party Abenteuerreise Thailand - Mae Sot und Party Abenteuerreise Thailand - Mae Sot und Party

Abenteuerreise Thailand - Mae Sot und Party Die Friendship Bridge von Mae Sot nach Burma hat nicht viel zu tun, weil die Güter über den „grossen kleinen Grenzverkehr“ exportiert werden. Das alles wird von beiden Seiten geduldet, ist aber absolut illegal. Unmengen an Pflanzenöl, allerhand Getränke an Coke etc. und geheimnisvolle Pakete rutschen über die aus Beton gebauten Schrägen abenteuerlich in die Boote. Zwischendrin waschen sich die Frauen im Fluss, Kinder spielen, Männer schweissen…alles Burmesen, die hier auf thailändischer Seite des Flusses leben.

Abenteuerreise Asien – Autos, Transport und Strassenverkehr
Carlos | 31. Dezember 2009 | 04:36

Das Fahren auf der falschen Strassenseite ist für mich nicht wirklich ein Problem, es wir erst zu einem, wenn die Thailänder/innen um die Kurve fahren, die für sie eher eine Gerade bedeutet. Egal ob in der Stadt oder in den Bergen werden Kurven geschnitten ohne Skrupel.

Na gut, nach 100.000 Km in Afrika und insbesondere in Nigeria, Lagos, schockt mich das nicht sonderlich. Aber bis jetzt hatte man zumindest Respekt vor meinem Truck.

Die Thailänder jedoch sind konsequent. Einmal halb auf meine Strassenseite gefahren bleiben sie da, egal ob ihnen da 8 Tonnen entgegenrollen, eben konsequent. Oder Buddhisten.

Die grosse Gefahr für uns Farangs besteht darin, dass bei Unfällen immer erstmal der Ausländer Schuld hat. Thais lieben Thais, so der Spruch. Aber das finde ich schon in 0rdnung. Deshalb habe ich auch eine Versicherung abgeschlossen.


Die Strassen im Allgemeinen sind in Thailand gut. Die Beschilderungen auch, vorausgesetzt man beherrscht Tahi. Etwas gewöhnungsbedürftig jedoch, manchmal folgt der angezeigte Abzweig nach 300 Metern und ein anderes Mal nach 3 Kilometern. Gefahren lauern ständig in unerwarteten Schlaglöchern. Bei Touren in abgelegene Gebiete, ist natürlich mit keinem befestigten Weg zu rechnen und man sollte die Dichte der Tankstellen checken.

Die Augen werden immer größer, die Tankanlage zeigt knappe 300 Liter an, der Tankwart guckt unter den Tank, sucht wohl ein Loch, ne ne mein Lieber ist schon o.k. Er lächelt und wirft nochmals verstohlen einen Blick in die Tanköffnung, höchst manipulativ kommt ihm das vor!


Thailand ist für uns Land der Pick Ups, find ich gut, diese Autos werden hier für alles genutzt und sind im Verhältnis zu den Limousinen billig. Von Oldtimer bis moderner Oberprotz ist alles zu sehen, nur die Insassen nicht, alle Scheiben sind extrem stark getönt. Die Schulbusse sind mit kleinem Dach und Sitzbänken versehen und oft überladen mit kreischenden Schuluniformen. In der Landwirtschaft wird vieles mit Einachsschleppern bewegt. Die Dinger find ich noch besser. Verschiedene Längen und Formate begegnen uns überall, einige schicken Leute auf Kreuzungen voraus, weil sie einen riesen Wendekreis haben und der Fahrer den langen Lenker nicht weit genug einlenken kann, die Arme sind dafür zu kurz!

Die wahren Buddhisten jedoch – die Mofafahrer, sie glauben uneingeschränkt an die Wiedergeburt …

Alles in allem also recht angenehm zu fahren, Schilder und Vorschriften werden von jedem individuell ausgelegt und dienen nur dazu, der Obrigkeit das Gefühl zu geben, sie hätte das Sagen!

Reiseberichte Asien – Umphang und Off Road ins Umland
Carlos | 24. Dezember 2009 | 03:15

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abenteuerreise thailand - offroad Starkes Gefälle, zu tief hängender Bambus, tiefe Regenrinnen auf dem Weg, und alles viel zu eng … nie wieder einen Wasserfall suchen!

Die Strasse endet für uns an einem wunderschönen Fluss mitten in der Wildnis. Kleine Sandbänke, eigenartige Spuren darauf, Bäume lassen uns unbekannte Früchte fallen. Vega wird hellhörig und am anderen Ufer springt etwas im Wasser umher, sechs Augenpaare starren dorthin …nix mehr zu sehen. Eine Brücke führt uns zu Fuss mit Vega weiter, der Pfad wird enger und steiler und am Ende ist es nur noch ein etwa 80 cm breiter Grad im steilen Fels. Nach ausgiebigem Baden im Fluss sitze ich und meine Flasche Leo im Campingstuhl und geniesse die wunderbare Stimmung der langsam einsetzenden Dämmerung, es hätte ein perfekter Abend werden können, bis die Biene Maja kam …

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Vega liegt ein paar Meter von mir entfernt und springt plötzlich auf, irgendwas muss sie ärgern, sie schnappt nach einem Fluginsekt. Nach drei weitern Versuchen, das Tier los zu werden erbarme ich mich und steh auf. Und da sehe ich die Biene Maja, etwa halb so gross wie das Original schwirrt sie um Vega herum. Mit der Hand versuche ich sie zu verscheuchen und fange mir prompt ihren Stachel ein.
Ein brennender Schmerz lässt mich den Arm zurückziehen, das tut Schweine weh! Uta zieht mir den Stachel heraus und meine Hand schwillt in wenigen Minuten stark an, nach einer halben Stunde sieht sie aus wie ein Kloss, die Finger kann ich nicht mehr bewegen. abenteuerreise thailand - insektenstich
Nun ist ja alles eine Sache der unterschiedlichen Betrachtung, hätte mich eine der mittlerweile sechs gesehen Schlangen gebissen, wäre ich ganz zufrieden, dass es nicht schlimmer wird, aber so, wegen so einem kleinen Vieh! Gut, nach drei Tagen war meine Hand wieder im Normalzustand, aber der Biene Maja werd ich was erzählen! Später im Dunkel kommen Mofas mit zusätzlicher Kopflampe diesen irren Weg entlang gebraust, wir sehen uns an – lebensmüde die Kerle!

Bevor wir uns morgen wieder auf die unendlich vielen Kurven und Pässe um die 1200 m Höhe wagen, nix für Leute mit Höhenangst steil fällt die Strasse seitlich ab, verbringen wir noch eine Nacht am Rande eines Karen Dorfes. Hier fliesst auch ganz ruhig der Moe Klong, ein Bambusfloss wird an einem Seil als Fähre benutzt und wir entdecken Elefantenkot. Irgendwo hier soll ein Elefantencamp sein. Kettengeklirr weckt uns am Morgen, ein Elefant mit Reiter geht Richtung Fluss und als wir nachsehen, spurlos verschwunden, sicher im tiefen Wald zur Arbeit. Spaziergang mit Vega durchs Dorf, freundliche Gesten und wir können uns die Häuser und Karen aus der Nähe betrachten.

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Die Menschen sind wirklich viel kleiner als wir und sehr zierlich, lachen mehr als wir Europäer. Sie leben in ihren kleinen Hütten mit Blättern gedeckt, Hühner und Hunde laufen bunt umher, Chillis liegen zum Trocknen aus. Es wäre interessant zu wissen, wie sie selbst ihr Leben sehen. Auf uns wirkt es zufrieden und frei. Wir werden die Gegend um Umphang auf keinen Fall als langweilig in Erinnerung behalten.

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