Vega sollen wir alle drei Tage baden und wir suchen einen klaren Fluss. Wir biegen zu den Susa Wasserfällen ab, weil der Weg öfters den Fluss quert. Wie immer werden da einige Kilometer Offroad draus aber bedankt mit einem idyllischen Badeplatz am Fluss, den wir dann natürlich auch gleich nutzen! Schmetterlinge suchen hier Mineralien, schillernde Käfer auch, eine Spinne findet Vegas Fressnapf interessant.
Am Eingang von Mae Hong Son stellen wir den Truck mit uns am Nachmittag ab, verzichten bei 39 Grad in der Wohnkabine auf Kaffee und sitzen mit gutem Internetzugang schwitzend da, duschen kalt, bis um 22 Uhr das Thermometer 27 Grad anzeigt und ans Schlafen zu denken ist.
Wir zögern in Mae Hong Son. In der Umgebung gibt es drei Doerfer, in denen Frauen des Paduang-Stammes aus Myanmar angesiedelt wurden, genannt Langhals Frauen. Bekannt sind sie mit den Metallringen um den Hals, um diesen zu verlängern. Reisebusse werden dorthin gekarrt und alle werden beguckt und fotografiert. Ok. Wir sind neugierig und hoffen, dass es vielleicht andere Wege gibt und wenn wir allein und unorganisiert kommen… Fehlanzeige! Die Schilder „Longneck Womens“ führen uns zu dem einen Eingang zum Pseudodorf, den es gibt, am Wat in Nai Soi vorbei.
Das Gute, wir sind fast allein und versuchen „freundliche Touristen“ zu sein. Wir machen natürlich Fotos, sehen beim Weben zu, kaufen ein kaltes Bier, ein Souvenir und beobachten, wie einige mit langen Stöcken umher laufen, um Zikaden mit der klebenden Spitze einzufangen und lebend aufzufädeln – zum Essen wurde uns bestätigt. Mulmig ist uns schon irgendwie, als wir das gestellte Dorf verlassen, die Abkühlung bei der Flussquerung ist auch gleich wie Reinwaschen als gaffender Tourist.
Durch die Berge schlängeln wir den Truck wieder Richtung Chiang Mai. Pässe um die 1200 Meter, Dörfer mit Trachten tragenden Frauen und Felder in den Tälern und an den Hängen, Brandrodung und Flüsse mit wenig Wasser jetzt zur Trockenzeit, blühende aber blätterlose Bäume… heiss am Tag und ab 21 Uhr angenehm kühl. Wir ahnen im ständigen Dunst der thailändischen Berge den Doi Inthanon, den höchsten Berg Thailands mit 2565 Metern, gern hätten wir hier ein Panoramabild eingefügt, wir stehen diese Nacht auf 1600 m und sehen nichts …
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