abenteuerreise laos - durch die berge nach luang prabang Den Besuch der Kulturstadt Luang Prabang muss man sich 200 km lang durch das 1900 m hohe Bergland verdienen. Uns begegnen viele Fahrradtouristen mit dicken Backen an den langen Steigungen. Hut ab, aber wenn die alten Laster mit Auspuff rechts ihre fetten schwarzen Wolken ihnen genau ins Gesicht zielen, dann muss das sein wie ein Lungenzug aus 300 Roth-Händle gleichzeitig!

Der Highway 13 klebt zwischen Hängen, Felsen und Hmong Hütten an den Bergen. Die Strasse wurde durch die Berglandschaft gebaut, in der sich das Bergvolk Hmong angesiedelt hatte. Alle zieht es nun an die Lebensader und die kleinen Bambushütten werden halb an den knappen Strassenrand und halb auf Stelzen über den Abgrund gesetzt. Hennen rennen mit ihren Küken über den Asphalt, Kühe stehen auf wenig Platz zwischen den Hütten, Wasser wird aus Bergquellen an einer zentralen Stelle für alles und von allen genutzt.

Das Volk der Hmong hat einen schwierigen Stand im sozialistischen Laos, da viele in Kriegen gegen Sold mit den Amerikanern kooperierten, später sind viele ausgewandert, geflüchtet. Egal wie eng die Strasse ist, die Menschen sitzen ruhend auf der Strasse, arbeiten oder die Kinder spielen. Ob nun im Haus, das oft nur wenig vom Strassenrand weg ist oder gleich auf der Strasse, macht wohl keinen Unterschied. An der gesamten Strecke wird ein schmaler, tiefer Graben für eine Leitung ausgehoben. Steiniger, fester Untergrund muss meist mit Hacke und Schaufel bearbeitet werden, ob nun am Südhang bei 40 Grad oder nicht. Die Arbeiter wohnen gleich am Strassenrand unter Planen. Unklar bleibt, ob jede Familie für ein Stück Graben sozialistisch verantwortlich ist oder dafür bezahlt wird, denn oft sehen wir Frauen und Kinder bei harter Arbeit, Kleinkinder sitzen zwischen Graben und Asphalt.

Da bis ins Jahr 2003 Überfälle auf der Strecke vorkamen, der letzte forderte wieder zwei tote Touristen wollen wir diesen Abschnitt in einem Rutsch machen. Aber das Baden am Morgen war einfach zu lange und wir haben die Strecke unterschätzt. Schlafplätze gibt es keine, wo nur etwas Raum ist, steht eine Hütte.

Es ist fast dunkel, Plan B wird aktiviert und an einem abseits stehenden Häuschen ist Platz, wir halten und fragen, ob wir hier über Nacht stehen dürfen. Verwundert aber freundlich werden wir beäugt und als wir das Bett im Truck zeigen, ist auch klar was wir wollen. Die Nacht ist an der von Lastern hoch frequentierten Strasse nicht von hohem Erholungswert. Ein wunderbarer Blick am morgen in die Wolken verhangene Tiefe entschädigt für das mini Frühstück, da Vega hier nicht Gassi gehen konnte.

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Kurz bevor wir im Tal sind, sehen wir einen Mofafahrer vor uns mit Baguettes beladen, kurzerhand wird er gestoppt, einige Brote abgehandelt und nach dem nun reichlichen Frühstück und Spaziergang für den Hund ist die Welt wieder in Ordnung. Luang Prabang ist in Sicht, schon von Weitem leuchten uns die vielen blassen Touris entgegen, die mit dem Flieger direkt hier gelandet sind.

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