Posts tagged ‘Fernreisemobil’

Abenteuerreise China – chinesische Eigenheiten zum Zweiten
Carlos | 12. Mai 2010 | 10:41

Hier ist mal wieder Zeit, über chinesische Eigenheiten zu erzählen: Noch nie und ich war schon in einigen Ländern, musste ich so vielen Menschen auf die Finger klopfen. Ein kleiner Auszug der täglichen Ereignisse:

Chinesen, die auf den Kuhfänger steigen, um die Belastung dessen mit dem eigenen Körpergewicht zu testen.

Wieder andere versuchen wahlweise die Fahrer- oder Beifahrertür zu öffnen, unverständlich für den Chinesen ist diese verschlossen. Nun wird daran gerüttelt, das Mistding wird doch aufgehen!

Abenteuerreise China – chinesische Eigenheiten zum Zweiten

Das Aufhalten der Kabinentür, wenn ich einsteige, um einen langen Blick in das Innere zu werfen, gehört zu den weniger aufregenden Dingen. Dass die Chinesen aber erst dann loslassen, wenn man Ihnen eine Ohrfeige anbietet ist eher arttypisch.

Für ein Bild mit dem Truck steigen sie auf den Kuhfänger oder das Trittbrett, dann allerdings wird der Spiegel weggeklappt, damit das obligatorische Peace Zeichen auch zur Geltung kommt.

Die Leiter am Eingang zur Kabine stehen lassen wird von den Chinesen sofort damit bestraft, ich habe gezählt, dass in 20 Minuten 13 Nasen plattgedrückt im Fenster zu sehen sind.

Die absolute Härte jedoch, man kann es nicht glauben, der Versuch die Kabinentür zu öffnen, und das ist, weder witzig noch zu entschuldigen!

Abenteuerreise China – chinesische Eigenheiten zum Zweiten

Am nervigsten von allem, morgens um 5 Uhr, die um den Truck laufenden Chinesen, die mit der Faust die Festigkeit der Kabine prüfen und das Ergebnis lautstark mit ihrem Kumpel auswerten!

Nun fehlen nur noch die, die mit dem Fuß gegen den Reifen treten, an den Tank klopfen, an den Kanistern fingern oder versuchen, die Stauboxen auf zu machen.

All das geschieht natürlich nicht, um etwas zu stehlen, nein das Interesse für den Truck, Expeditionsmobil, Allrad Lkw, Fernreisemobil ist groß. Aber auch andere Menschen in anderen Ländern wollten einen Blick hineinwerfen oder fotografieren. Und zig Menschen waren schon in der Kabine, weil sie es halt brennend interessierte und selten weise ich jemanden ab. Ich setze nur eine freundliche Frage voraus, so wie auch ich frage, wenn ich ein Foto machen oder fremdes Eigentum betreten will. Ganz normaler Umgang sollte man denken…

Abenteuerreise China – chinesische Eigenheiten zum Zweiten

Abenteuerreise China – nach Kunming
Carlos | 9. Mai 2010 | 05:18

Jeden Tag eilen wir hunderte von Kilometern über die Autobahn, von der chinesischen Bürokratie ist uns ein enger Zeitplan vorgegeben.

Abenteuerreise China nach Kunming Abenteuerreise China nach Kunming Abenteuerreise China nach Kunming

Auffällig, die Chinesen sind fleißig, egal wie klein, jeder Quadratmeter wird genutzt um Gemüse, Reis, Korn oder Obst anzubauen. Auch das noch mit Wasserbüffeln im Feld gearbeitet wird.

Bei uns wäre es eine Metropole hier in China nur eine mittelgroße Stadt, Kunming, die 5 Millionen Stadt kündigt sich schon früh an. Gewächshäuser oder besser Folienzelt Landschaft bereits 30 Km bevor die ersten Hochhäuser zu sehen sind. Unglaublich wie hier gebaut wird, wohin das Auge auch sieht, Baustelle an Baustelle. An Hässlichkeit zwar kaum zu überbieten, aber wohl chinesischer Geschmack oder ihre Vision der Zukunft.

Abenteuerreise China nach Kunming Abenteuerreise China nach Kunming Abenteuerreise China nach Kunming

Wir sollen an einem See am Rande der Stadt übernachten, ist aber für unseren Allradtruck nicht möglich und später stellt sich heraus, dass Hunde eh verboten sind. Hier müssen wir jetzt auch erklären, dass so eine Reise mit dem eigenen Fahrzeug nur über eine Agentur erlaubt ist, die einem dann einen „Aufpasser“ oder offiziell Guide ins Auto setzt. Nur im Notfall würden wir selbst zum Übernachten in so eine Grossstadt fahren.
Ein weiteres Problem in China, kaum einer spricht englisch! Wir sind auf das angewiesen, was uns der Guide, der englisch spricht, erzählt. Und der kann uns viel erzählen, es gibt quasi keine Möglichkeit selbst über Ver- und Gebote in China zu recherchieren. Und unser Guide sagt: keine Übernachtungen außerhalb der Städte. Obwohl wir mit der Agentur vereinbart hatten, dass der Guide auch mal im Zelt schläft. Kein Problem wurde uns geschrieben, aber ich nehme es vorweg, das mitgeführte Zelt samt Isomatte und Schlafsack kam nie zum Einsatz!! Also am Strassenrand mit Vega verzweifelt nach einem Stück Wiese oder ähnlichem suchen, vergeblich, das braune Hundekunstwerk verkneift sich Vega.

Abenteuerreise China nach Kunming Abenteuerreise China nach Kunming Uta ist vom Durchfahren der protzigen Stadt schon angenervt und sie bleibt mit Vega beim Truck, ich besichtige Kunming. Weder schön noch hässlich ist die Stadt, interessant ist es jedoch immer wieder in fremden Kulturen. Wie auf der ganzen Welt, gibt es Reichtum und Armut eng aneinander. Chinesen, die mit voller Inbrunst in einem künstlichen Teich Goldfische angeln, Spinner die sich ein paar Münzen verdienen und viele, viele Menschen.

Abenteuerreise China nach Kunming Abenteuerreise China nach Kunming Abenteuerreise China nach Kunming
Abenteuerreise China nach Kunming

Nach einigen Strassenschlachten pausieren wir nächsten Tag am Rande von Kunming an einem Kloster, sehr ruhig und beschaulich. Die hiesigen Besucher packen ihre Picknickkörbe aus und krümeln im Schatten der Bäume mit Reis, groteske Figuren bewachen die Stille.

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Abenteuerreise China nach Kunming

Reiseberichte Asien – Das Reisegefährt, Wohnmobil, Fernreisemobil, Expeditionsfahrzeug
Carlos | 1. November 2009 | 14:32

Wie nennt man so ein Gefährt, Wohnmobil – es ist ja meine Wohnung für die Reise. Expeditionsmobil, Expeditionsfahrzeug – klingt ziemlich wichtig. Reisemobil – na ja. Fernreisemobil, ja ich denke das trifft den Punkt.

Bei 100.000 Km auf Afrikas Strassen, Pfaden, Wegen, Wellblechpisten und Gelände habe ich  meine Erfahrungen gesammelt. Und Wohnmobile habe ich schon seit Jahrzehnten. Einem Renault Trafic folgte ein L 300 mit Alkovenaufbau, ja der süße Kleine, leider total untermotorisiert, aber wendig und bequem war er. Dann ein Mercedes 210 D, damals mit seinen 95 PS ein Flitzer, dem ein Mercedes Sprinter folgte.  Als meine Interessen mehr den Fernreisen galten, versuchte ich es mit einem Toyota HZJ 79, besser bekannt unter dem Wort „Buschtaxi“. Von der Firma Extrem, Beuron, ließ ich mir eine Kabine darauf setzen.

Seit 5 Jahren habe ich nun den Off Road Truck, einen Mercedes 917, 4×4, permanenter Allrad und mit zusätzlichen Sperren. Abgelastet auf 7,5 Tonnen.

All meine Erfahrungen mit den Fahrzeugen, den verschiedenen Ausbauten, dem Zubehör und den Ausbauern/Herstellern  nieder zuschreiben, würde den Rahmen sprengen. Ich bin zwar in Asien, aber bei Fragen gern über Mail zu erreichen. Auf meiner Homepage hatte ich mal versucht die einzelnen Komponenten aufzuführen, aber wie es halt so ist, immer kommt was Wichtigeres dazwischen, nun Asien und der Blog. Und so ist die Aufstellung dort bei weitem noch nicht vollständig!

Nur eins kann ich definitiv behaupten: „weniger ist mehr“. Nach drei Tagen mörderischer Wellblechpiste, fliegt dir alles um die Ohren was nicht wirklich taugt (und wenn es nur ein abgefallenes Nummerschild ist)! Ein übersehenes Schlagloch kann ernsthafte Probleme nach sich ziehen. Über den Truck könnt Ihr in meiner Homepage technische Details nachlesen, hier werde ich nur auf, hoffentlich, wenige Probleme und nötige Maßnahmen während der Tour eingehen.

Ein paar Tipps zur Verschiffung geben und allgemeine Ausführungen zu Asien.

Zur Verschiffung. Da ich wenig oder besser keine Ahnung hatte, was da auf mich zukommt, habe ich folgendes vorbereitet: Alle Außenstauboxen wurden entleert mit Aufklebern versehen, nicht verschlossen, sondern nur mit leicht entfernbarem Draht gegen unbeabsichtigtes Aufgehen gesichert. Der Durchgang zum Fahrerhaus wurde doppelt verschlossen. Ebenso alle Fenster gesichert. Im Innenraum alle Gegenstände am Boden fest verzurrt. Die beiden vollen Gasflaschen (beim Verschiffen nicht erlaubt), wurden extra mit Gurten gesichert und mit Holz umschlossen. So waren sie weder sichtbar noch bestand die Gefahr, dass Sie bei schwerer See umherfliegen können. Die Gasverschlüsse wurden mit Schraubenfix nochmals extra gesichert. Letztendlich war bei der Abgabe in Bremerhaven kein Teil mehr außen am Fahrzeug. Alle beweglichen Teile und der Rahmen wurden mit Spray gegen die raue, salzige Seeluft eingesprüht. Die Versorgerbatterien waren abgeklemmt und das Radio im Fahrerhaus entfernt.

Alles zusammen war ein ziemlicher Aufwand!

In Port Kelang (Malaysia) erhielt ich mein Auto ohne jegliche Beschädigung zurück, hatte den Eindruck, niemand hat versucht etwas zu öffnen. Der ganze Aufwand umsonst? Sicher nicht aber ich kann die Reederei wärmstens empfehlen.

Kosten: 3200 US Dollar reine Verschiffung, 400 Euro für Handling in Bremerhaven und etwa 150 US Dollar für das Clearing in Malaysia




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