Posts tagged ‘China’

Abenteuerreise Tibet – Zahlen und Fakten
Carlos | 21. Juni 2010 | 17:06

Als Abschluss – China und Tibet in Zahlen und mit etwas Politik

Abenteuerreise Tibet - Zahlen und Fakten

-In 26 Tagen durchquerten wir den Süden von „Grosstibet“ – „bod chen“ auf tibetisch – von Mohan durch Yunnan nach Lhasa bis zur Grenze nach Nepal in Zhangmu

-das geographische Tibetische Hochland hat eine Fläche von 2,5 Millionen qkm

-wir legten ca. 4.200 km in unserem Expeditionsmobil zurück

-im ersten Viertel haben wir um die 70 Euro Strassengebühren für Autobahnen bezahlt

-von einigen Millionen an Touristen jedes Jahr, sind nur ca. 10 % nicht aus Asien

Abenteuerreise Tibet - Zahlen und Fakten Abenteuerreise Tibet - Zahlen und Fakten Abenteuerreise Tibet - Zahlen und Fakten

-das autonome Gebiet Tibets hat eine Fläche von 1,2 Millionen qkm

-die Besucherzahl des Potalapalastes in Lhasa, ist täglich auf 2.300 Menschen begrenzt, um die Abnutzung einzudämmen

-in Lhasa beträgt die Durchschnittstemperatur des Jahres 8 Grad Celsius

-der Skorpionsee – Yamdrok See – liegt auf 4.442 üdM

-200 Jahre lang war Tibet mit voller innerer Autonomie unter chinesischem Protektorat, mit gegenseitigem Nutzen und Freiheiten, bis die Grenze Chinas zu Indien geklärt werden musste

Abenteuerreise Tibet - Zahlen und Fakten Abenteuerreise Tibet - Zahlen und Fakten Abenteuerreise Tibet - Zahlen und Fakten

-die Tibeter waren abgeschieden von der übrigen Welt, 1950 lebten dort nur sechs Ausländer, davon bekannt sind uns fast allen Harrer und Aufschnaiter

-1959 sind bei einem Volksaufstand wegen der Besatzung von Lhasa durch die Armee Chinas 87.000 Tibeter umgekommen

-in der Zeit der Kulturrevolution 1966 – 76 sind 6000 Klöster und Tempel zerstört worden, nur 13 blieben unbeschädigt

-wir besichtigten auf unserer Expedition durch Tibet 14 Klöster, Tempel und heilige Grotten

-innerhalb von 10 Jahren unter dem Motto „ein Sprung nach vorn“ sind 1,2 Millionen Tibeter an Hungersnot gestorben, auf Grund der Zwangskollektivierung der Bauern und dem Versuch der Sesshaftmachung der Nomaden

-noch heute sind 85 % der Tibeter Bauern und Hirten

Abenteuerreise Tibet - Zahlen und Fakten Abenteuerreise Tibet - Zahlen und Fakten Abenteuerreise Tibet - Zahlen und Fakten

-Hund Vega hat um die 100 andere Hunde getroffen, die sich grössten Teils von Müll ernähren

-im Grossraum Tibets leben durchschnittlich nur noch ca. 50 % Tibeter, Millionen von Chinesen wurden nach Tibet umgesiedelt

-ca. 111.000 Tibeter leben im Exil weltweit

-kein Yuan, der von uns in 950 Liter Diesel umgesetzt wurde, rollte in die Tasche eines Tibeters, fast jeglicher Handel liegt in chinesischen Händen

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-und ganz persönlich: im Hochland von Tibet haben wir 14 Tage lang NULL Alkohol- auch kein Bier- zu uns genommen!

Abenteuerreise Tibet – Nepal
Carlos | 13. Juni 2010 | 10:59

Abenteuerreise Tibet – Nepal Die Einfahrt in Zhangmu beginnt mit einem Stau. Alle drängeln sich wieder vor, alles zugeparkt, LKW vom Tal haben kein Durchkommen, weil alles nur einspurig befahrbar ist – kennen wir ja. Irgendwann regelt die Polizei das Chaos und wir müssen mit dem Wohnmobil rückwärts den Berg hoch. Der Ort klebt an einem steilen Hang und ist durch den Grenzverkehr total geschäftig, oder besser überfüllt. Fahren kann man hier nur, wenn die Polizei eingreift, ansonsten stehen sich die Lkws gegenüber und warten, wer wohl dieses mal rückwärts, den Anweisungen folgend, fahren muss.

Die letzten Yuan geben wir für Essen und natürlich einige Biere aus, die hier in Tibet neben Aufstellen von Billardtischen allerorts zur Befriedigung der Jugendlichen, sehr billig sind. Wir nächtigen direkt an der Strasse am einzig möglichen Stellplatz für unser Wohnmobil.

Abenteuerreise Tibet – Nepal Abenteuerreise Tibet – Nepal Abenteuerreise Tibet – Nepal

Zeitig hoppeln wir über enge Baustellen und Armiereisen ins Tal zur „Freundschaftsbrücke“. Protzig steht ein grosses Grenzgebäude am Fluss und Armisten schütten gerade Müll über die Balustrade der Ausguckpromenade. Was für ein Empfang! Der Guide muss feststellen, dass er für den Truck weit oben im Ort einen Stempel im Carnet de Passage hätte einholen müssen…wir warten den ganzen Tag über für solche Formalitäten. Aber die paar Kilometer wieder zurückfahren wäre an einem Tag wohl nicht zu machen. Permanentstau. Zeit zum Beobachten der Träger/innen aus Nepal, wir erkennen sie an ihren Trachten und an ihrer sichtlichen Armut, auch sind sie zierlicher. Das Grenzgeschäft blüht und es werden dutzende von Lieferungen legal, und nach genauem Studium der Abläufe erkennen wir gut, welche Waren illegal, über die Grenze geschleppt werden. Fotografieren dürfen wir hier natürlich nix.

Abenteuerreise Tibet – Nepal Abenteuerreise Tibet – Nepal Abenteuerreise Tibet – Nepal

Der Grenzübertritt von Tibet nach Nepal dauert für uns satte 10 Stunden…

Ein Nepalese den wir bei der Warterei kennenlernen ist uns hilfreich bei der Beschaffung der Visa für Nepal und dem Stempeln des Carnet de Passage. So muss ich nicht mal aus dem Expeditionsfahrzeug aussteigen um nach Nepal einzureisen. Weit aus hilfreicher ist jedoch, dass mir Yanu, so heißt der hilfsbereite Nepalese, mir den Weg frei macht. Wenig einfühlsam schickt er Lkw nach Lkw rückwärts den Berg runter damit ich fahren kann. Auch hier auf Nepal Seite ändert sich das Bild nicht, Permanentstau! Als er uns auch noch einen Stellplatz für die Nacht organisiert sind wir heilfroh.

Abenteuerreise Tibet – Nepal

Abenteuerreise Tibet – Off Road nach Nepal
Carlos | 12. Juni 2010 | 04:41

Abenteuerreise Tibet - Off Road nach Nepal Abenteuerreise Tibet - Off Road nach Nepal Abenteuerreise Tibet - Off Road nach Nepal

Abenteuerreise Tibet - Off Road nach Nepal Abenteuerreise Tibet - Off Road nach Nepal Abenteuerreise Tibet - Off Road nach Nepal

In der Gesteinswüste auf 5100 Metern ist kein Weg zu erkennen, aber es gibt ihn doch und nach einigen Querelen wird der Weg ausgefahrener und ein weiter Blick öffnet sich uns. Um es zu geniessen, muss man wirklich anhalten und wir sind froh, dass wir noch zwei Tage Zeit zur Verfügung haben bis zum Grenzübertritt nach Nepal. Die Off Road Piste ist schwierig mit Waschbrett, Flussquerungen und Steinen, in den Bergen wird es dann sehr eng und wir sind glücklich, dass uns keiner entgegen kommt. Trotz allem, irrsinnige Aussichten eröffnen sich uns immer wieder, super Übernachtungsplätze wären das, müssen wir jedoch links liegen lassen!

Abenteuerreise Tibet - Off Road nach Nepal Nach vielen Stunden sind wir abends erlöst, als aalglatter Asphalt unter den Reifen murmelt, wir sind wieder auf dem Highway nach Alt Dingri. In eben dieser Stadt hört die Freude wieder auf. Mittendrin werden wir wie üblich in einem Innenhof abgestellt, nur gut mit einem Tor, hier hausen nicht zählbar viele Hunde, die im Rudel selbst Peace-Königin Vega angreifen. Morgens verabreden wir uns mit dem Guide ausserhalb des Ortes, Frühstücken und Gassi einsam auf einer Nebenstrasse mit Blick auf das erwachende Dingri unter der Dunstglocke.

Für die 150 km bis zur Grenzstadt Zhangmu haben wir einen Tag lang Zeit. Hier in der Hochebene durchqueren wir noch zahlreiche Dörfer, überfahren einen Pass mit grandiosem Ausblick auf einen 8000der an der Grenze zu Nepal, die letzten Unmengen an Gebetsfahnen wedeln im Wind. Eine heilige Grotte liegt auf dem Weg, Shi-Gu oder Stone Drum und bald geht es bergab, hinunter vom Dach der Welt. Einerseits freuen wir uns auf eine Nacht unterhalb von 4000 Metern und der letzte Tag mit Guide-Pflicht und Vorschriften, andererseits sind wir traurig, Tibet war zu kurz und für uns nicht intensiv genug (bis auf die Anzahl der besuchten Kloster natürlich). Serpentinen bringen uns Meter um Meter hinunter. Die ersten Rhododendren, Bananen und Palmen säumen das Tal, es regnet und Wasserfälle stürzen in den Fluss. Binnen einer Stunde wechselt die Landschaft von staubigen kalten Steinen zu feucht grünem Wald.

Abenteuerreise Tibet - Off Road nach Nepal Abenteuerreise Tibet - Off Road nach Nepal Abenteuerreise Tibet - Off Road nach Nepal

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Abenteuerreise Tibet – Mount Everest Base Camp
Carlos | 10. Juni 2010 | 04:20

Am 17. April ist es soweit. Mit dem Expeditionsmobil, aber erst nach langem rödeln, auch unser Reisegefährt merkt die Höhe, dürfen wir hoch bis zur letzten Station fahren, von der aus nur noch Shuttles zum Mount Everest Base Camp pendeln. Vega muss natürlich mit und ohne Hemmung nimmt sie im Bus sofort einen Sitzplatz ein! Kaum am Base Camp ausgestiegen hat sie einen Verehrer und wir wissen gar nicht, worauf wir uns als erstes konzentrieren sollen, Hunde, Mount Everest oder die dünne Luft…der Everest gewinnt!

Abenteuerreise Tibet – Mount Everest Base Camp Abenteuerreise Tibet – Mount Everest Base Camp Abenteuerreise Tibet – Mount Everest Base Camp

Qomolangma heisst er in Tibet und mit den anderen Bergen bildet er zusammen einen grandiosen Ausblick! Die Bilder können nur einen kleinen Teil vermitteln, man ist so nah dran und doch so weit weg von dem höchsten Berg der Welt. Er wurde über 4000-mal bestiegen und forderte dabei mehr als 200 Tote.

Abenteuerreise Tibet – Mount Everest Base Camp Abenteuerreise Tibet – Mount Everest Base Camp Abenteuerreise Tibet – Mount Everest Base Camp

Mitten im Aufsaugen der Atmosphäre winkt der Guide uns schon wieder hinunter, unsere Zeit ist um, schrecklich diese Hörigkeit, zu der man hier verdonnert ist! Es ist mittags, das Wetter grandios und uns erwartet noch ein short-cut, so nennt unser Guide eine Abkürzung nach Alt Dingri.




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