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Abenteuerreise Thailand – Khunpawor Wasserfall mit „Extremwanderung“
Carlos | 31. Dezember 2009 | 06:08

Nachmittags in Mae Sot aufgebrochen, biegen wir schon nach 20 km nordwärts ab Richtung Osten. Osten – wie die nächsten 500 km Richtung Laos.
Auf der bergigen 1175 lockt ein Schild mit Nationalpark und Wasserfall. Es ist schon spät, wir brauchen einen Platz zum Übernachten. Schrankenwärter, Gästebuch, wo man nicht weiss, was da rein soll, also schreibe ich: „was soll da rein“ und mit einem unwissenden Lachen wird die Schranke geöffnet. Gemähter Rasen und Schild zum Camp site, da hier nur Zelte auf der Wiese am Hang benutzt werden können, stellen wir uns auf den Parkplatz mit super Ausblick auf Wälder und Reisfelder.

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Der Wasserfall ist vom Camp 2.800 Meter entfernt und gegen 16 Uhr beschliessen wir, mit Vega den Abendspaziergang dorthin zu starten. Vega ist super drauf und trollt den Hang hinunter, der mit Sprengern bewässert wird. Quäkendes Thai ruft uns hinterher und wie Indianer verständigen wir uns mit Hilfe des Standes der Sonne den Händen und Füssen – aha, es ist zu spät für den Gang zum Wasserfall. Lächerlich eigentlich, 3 km ist doch kein Weg! – wir werden es morgen erfahren …und drehen, wissbegierig wie wir nun mal sind, mit Vega eine Runde auf dem Botanik Lehrpfad.
Eigenartig trommelt ein junges Pärchen auf seinem Auto, zerrt an verschlossenen Fenstern. Der „Hausmeister“ vom Nationalpark reist an und packt Werkzeug aus. Der Schlüssel ist im verschlossenen Auto. Wir werden zur Beihilfe des Autobruchs engagiert und siehe, das war nicht das erste Auto das er knackt! Als Dankeschön kredenzt uns das Mädchen Gegrilltes. Lecker Fleischstreifen und diese, ja was riecht da so, getrockneter Tintenfisch und dann zubereitet …für Farang nicht essbar, Farang Hunde sind närrisch darauf!

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7 Uhr morgens, Kaffeeduft, Frühstück wird gepackt und los zum Wasserfall. Für das Klima noch genial frisch um diese Uhrzeit. Sauber gefegter Pfad, nett eingerahmt mit kleinen Steinchen so beginnt der Tag …
Der erste Viewpoint ist erreicht, die Vegetation wird dünner, die Wege sind nicht mehr gefegt. Nie gab es in den Bergen gute Sicht, heut leider wieder nicht. Bergauf, bergab, in weiter Ferne hören wir den Wasserfall und sehen ihn auch! Ab hier beginnt für uns das „Extreme“, das nicht Erwartete. Kein Wanderweg in Thailand endet so, wenn er mit englischem Rasen beginnt! Steilst bergab, Wurzeln am feuchten Berg, hangelt man von Bambus zu Bambus, rutscht krabbelt und flucht, weil man dem halb verfallenen Geländer nicht trauen kann.

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abenteuerreise thailand - khunpawor wasserfall Vega ist durstig und hat mit Hundeelan schon den Bach erreicht, schaut sabbernd zu uns hoch, die wir noch am Hang baumeln. Uns beängstigt nur ein Gedanke: hier müssen wir wieder rauf! Weg damit, Frühstück her und erfrischendes Bad! Ein sehr imposanter Wasserfall am Ende des Tals. Ein Schmetterling hat auf Vega etwas Leckeres entdeckt und belagert sie solange, bis wir wieder packen und starten. Nach den ersten Höhenmetern geht uns die Puste aus, die Knie werden auf der Hälfte weich und oben erwartet uns beissende Sonne, die Röte steigt ins Gesicht. Uns kommen erste Thai Touris entgegen und wir haben noch die Kraft, die Flip Flops zu belächeln, mit denen sie wandern. An jeglicher Steigung überholen uns die Schnecken und der Weg wird länger, der Rucksack immer voller und die Kamera wird zum Ballast. Am Truck wieder angekommen werfen wir alles ab. Der Schlauch wird zum Duschen am kalten Wasserhahn angeschlossen und ein neuer Kaffee weckt uns wieder – gut war`s, der Muskelkater kann kommen!

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Reiseberichte Asien – Malaysia
Carlos | 1. November 2009 | 15:05

Obwohl ich nur kurze Zeit in Malaysia war, muss ich doch ein paar Zeilen dazu verlieren.

Die Hitze war schier unerträglich, nicht weil es warm war, in Malaysia habe ich nicht einen Tag die Sonne gesehen, nein, die drückende Schwüle war eine ziemliche Belastung. Immer wieder stellte ich mir die Frage, ob ich dies Vega zumuten kann. Keinen Malaysier habe ich auch nur 50 Meter zu Fuss gehen sehen. Vom klimatisierten Haus/ Wohnung/ Supermarkt/ Büro/ Geschäft ins klimatisierte Auto. Das kann ich jetzt gut verstehen.

Durchweg freundliche und hilfsbereite Menschen und eine vorzügliche Küche durfte ich erleben. Obwohl ich die erste Nacht in einem etwas schäbigen Hotel in einer noch schäbigeren Gegend verbracht habe, war mein abendlicher Gang um die Häuser auf Futtersuche ohne Probleme verlaufen. Bereits an der zweiten Strassenküche, die erste war versüfft und voller abgefuckter Typen, holte mich der Wirt persönlich ins Gastro hinein. Ich stand wohl etwas verloren rum, er zeigte mir, wie das hier mit der Selbstbedienung so abläuft. Aus einer Vielzahl von Töpfen und Schüsseln stelle ich mir mein Menue zusammen. Mit ein paar Malayien am Tisch habe ich sehr gut gegessen, nur die Unterhaltung war etwas bruchstückhaft jedoch durchaus angenehm.

Angenervt von der Sucherei ob des richtigen Büros und der folgenden Hin und Her Fahrerei wollte ich nicht versäumen, mich um ein Permit für Vega zu kümmern. Also einen Taxler erklärt, um was es geht und ins Amt gefahren. Vier mal sind wir gemeinsam durch den gesamten Bürokomplex gehastet, bis wir das richtige Büro gefunden haben. Was bitte hätte ich wohl alleine gemacht? Der Taxler übersetzt meinen Wunsch und ich lege das sehr aufwändige Amtstierärztlich Gesundheitszeugnis aus dem Noble House in London vor, dass aus Vega eine waschechte Engländerin macht (Hunde die aus England kommen müssen nicht in die obligatorische Quarantäne). Sorgsam studiert der Arzt das Dokument, verzieht die Unterlippe leicht und nickt, gut, wo ist der Hund? Wird mir übersetzt. Nun muss ich die Hosen runter lassen, der kommt erst in zwei Wochen aus Thailand über Land nach Malaysia.

Ja dann, muss der Hund bei der Einreise in Quarantäne, nur wenn der Hund direkt von England nach Malaysia transportiert wird ist keine Quarantäne vorgeschrieben. Ich versuche noch etwas zu diskutieren aber der Arzt macht nicht den Eindruck, dass wir hier verhandeln können. Liest sich schnell, war aber ein, zwei Stunden Gespräch, mit all den Erklärungen und Übersetzungen, alles sehr zuvorkommend, freundlich und immer lächelnd. Aber so schnell gebe ich nicht auf, werde es direkt an der Grenze noch mal versuchen.

Die erste Fahrt auf Asiens Strassen Richtung Thailand verläuft besser als gedacht, top Ausschilderung, top Strassen und das fahren auf der falschen Seite geht auch besser, als gedacht. Afrika Erfahrungen zahlen sich halt überall aus!

Nur die Temperaturen, es ist Mitternacht und der Schweiß läuft und läuft. Die erhoffte Abkühlung im Bereich der Cameron Mountains bleibt ebenso aus. An den großräumigen Rastplätzen gibt es lecker Essen und erst gegen vier in der Früh kann ich zwei Stunden schlafen. An der letzten Tankstelle will ich die restlichen Riggits vertanken und der Betreiber klärt mich auf, dass Diesel in Thailand teuerer ist. Schlauer Bursche! Schnell haben wir eine Lösung gefunden und für 100 US Dollar tanke ich den Truck randvoll.

An der Grenze geht alles reibungslos, der Beamte aus Malaysia nimmt Carnet und Pass und nach 10 Minuten kommt er mit beiden gestempelt zurück. Keiner will in den Truck sehen. Mein Versuch, ein Permit für Vega zu bekommen scheitert auch hier. Nett und freundlich die gleiche Aussage, per Flugzeug aus England gerne aber über Land ist Quarantäne vorgeschrieben. Wir werden sehen. Die Kurzvisite in Malaysia hat mir sehr gut gefallen, trotz Ramadan (wieder eine Afrika Erfahrung) waren auf allen Ämtern nette Menschen, würde gerne mehr sehen und erleben, aber Vega geht im Zweifel vor.

Reiseberichte Asien – Das Reisegefährt, Wohnmobil, Fernreisemobil, Expeditionsfahrzeug
Carlos | 1. November 2009 | 14:32

Wie nennt man so ein Gefährt, Wohnmobil – es ist ja meine Wohnung für die Reise. Expeditionsmobil, Expeditionsfahrzeug – klingt ziemlich wichtig. Reisemobil – na ja. Fernreisemobil, ja ich denke das trifft den Punkt.

Bei 100.000 Km auf Afrikas Strassen, Pfaden, Wegen, Wellblechpisten und Gelände habe ich  meine Erfahrungen gesammelt. Und Wohnmobile habe ich schon seit Jahrzehnten. Einem Renault Trafic folgte ein L 300 mit Alkovenaufbau, ja der süße Kleine, leider total untermotorisiert, aber wendig und bequem war er. Dann ein Mercedes 210 D, damals mit seinen 95 PS ein Flitzer, dem ein Mercedes Sprinter folgte.  Als meine Interessen mehr den Fernreisen galten, versuchte ich es mit einem Toyota HZJ 79, besser bekannt unter dem Wort „Buschtaxi“. Von der Firma Extrem, Beuron, ließ ich mir eine Kabine darauf setzen.

Seit 5 Jahren habe ich nun den Off Road Truck, einen Mercedes 917, 4×4, permanenter Allrad und mit zusätzlichen Sperren. Abgelastet auf 7,5 Tonnen.

All meine Erfahrungen mit den Fahrzeugen, den verschiedenen Ausbauten, dem Zubehör und den Ausbauern/Herstellern  nieder zuschreiben, würde den Rahmen sprengen. Ich bin zwar in Asien, aber bei Fragen gern über Mail zu erreichen. Auf meiner Homepage hatte ich mal versucht die einzelnen Komponenten aufzuführen, aber wie es halt so ist, immer kommt was Wichtigeres dazwischen, nun Asien und der Blog. Und so ist die Aufstellung dort bei weitem noch nicht vollständig!

Nur eins kann ich definitiv behaupten: „weniger ist mehr“. Nach drei Tagen mörderischer Wellblechpiste, fliegt dir alles um die Ohren was nicht wirklich taugt (und wenn es nur ein abgefallenes Nummerschild ist)! Ein übersehenes Schlagloch kann ernsthafte Probleme nach sich ziehen. Über den Truck könnt Ihr in meiner Homepage technische Details nachlesen, hier werde ich nur auf, hoffentlich, wenige Probleme und nötige Maßnahmen während der Tour eingehen.

Ein paar Tipps zur Verschiffung geben und allgemeine Ausführungen zu Asien.

Zur Verschiffung. Da ich wenig oder besser keine Ahnung hatte, was da auf mich zukommt, habe ich folgendes vorbereitet: Alle Außenstauboxen wurden entleert mit Aufklebern versehen, nicht verschlossen, sondern nur mit leicht entfernbarem Draht gegen unbeabsichtigtes Aufgehen gesichert. Der Durchgang zum Fahrerhaus wurde doppelt verschlossen. Ebenso alle Fenster gesichert. Im Innenraum alle Gegenstände am Boden fest verzurrt. Die beiden vollen Gasflaschen (beim Verschiffen nicht erlaubt), wurden extra mit Gurten gesichert und mit Holz umschlossen. So waren sie weder sichtbar noch bestand die Gefahr, dass Sie bei schwerer See umherfliegen können. Die Gasverschlüsse wurden mit Schraubenfix nochmals extra gesichert. Letztendlich war bei der Abgabe in Bremerhaven kein Teil mehr außen am Fahrzeug. Alle beweglichen Teile und der Rahmen wurden mit Spray gegen die raue, salzige Seeluft eingesprüht. Die Versorgerbatterien waren abgeklemmt und das Radio im Fahrerhaus entfernt.

Alles zusammen war ein ziemlicher Aufwand!

In Port Kelang (Malaysia) erhielt ich mein Auto ohne jegliche Beschädigung zurück, hatte den Eindruck, niemand hat versucht etwas zu öffnen. Der ganze Aufwand umsonst? Sicher nicht aber ich kann die Reederei wärmstens empfehlen.

Kosten: 3200 US Dollar reine Verschiffung, 400 Euro für Handling in Bremerhaven und etwa 150 US Dollar für das Clearing in Malaysia

Reiseberichte Asien – Gebrauchsanweisung für den Blog
Carlos | 1. November 2009 | 12:02

Viele E-Mails mit Fragen haben mich erreicht, deshalb nun ein paar Hinweise:

 

Auf der rechten Seite oberhalb der Gallery ist die Navigationsleiste aufgeteilt in folgende Kategorien:

 

  • Allgemein – hier steht alles Allgemeine, jedoch keine Reiseberichte

 

  • Afrika – hier wird nur ein Artikel erscheinen mit Hinweisen zu den Afrika Touren auf meiner Homepage

 

  • Asien – alle Reiseberichte zur Asientour chronologisch, egal ob die Geschichte  Thailand, Malaysia oder China betrifft                     

     

                     Thailand – alle Artikel, die nur Thailand  betreffen

                     Kambodscha – alle Artikel, die nur Kambodscha betreffen

                     Vietnam –  alle Artikel, die nur Vietnam betreffen

                     Laos – alle Artikel, die nur Laos betreffen

                     Myanmar – alle Artikel, die nur Myanmar/Burma betreffen

                     Hier werden noch weitere Länder, die wir bereisen eingefügt

 

  • Südamerika  -  hier wird nur ein Artikel erscheinen mit Hinweisen zu den Südamerika Touren auf meiner Homepage

 

  • Reisen mit Hund – alle Artikel, die nur den Hund betreffen

                  Hunde in Asien – alle Artikel über Hunde in Asien

 

  • Expeditionsmobil – alle Artikel, die den Truck betreffen

 

Somit soll dem Nutzer, der sich z.B. nur für Thailand interessiert, eine Möglichkeit gegeben werden, die Berichte zu finden, die er lesen möchte. Und der ausschließliche Hundefreund braucht nichts über Thailand lesen.

Leser, die uns auf der Reise begleiten wollen, finden in Asien also immer den neuesten Reise Bericht an erster Stelle. Jedoch keine Artikel zu Hund und Auto. Dafür habe ich nun einen Infokasten eingefügt, der beim Klicken auf meinen Blog erscheint und neueste Artikel in den Kategorien ankündigt.

Dieser Infokasten wird auch die neuesten Infos zur Reise anzeigen, z.B. wenn wir in ein Land fahren, in dem es voraussichtlich schlechte Zugangsmöglichkeiten für das Internet gibt. Oder wir länger an einem Platz stehen und ebenso keinen Zugang zum Internet haben und keine neuen Artikel erscheinen können.

Vorherige Reiseberichte lassen sich am Ende unter ältere Artikel aufrufen.

Unter Comment/Antworten kann JEDER schreiben, was ihm zu diesem Reise Bericht einfällt.

 

 

 

 




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