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Reiseberichte Asien – Umphang und Off Road ins Umland
Carlos | 24. Dezember 2009 | 03:15

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abenteuerreise thailand - offroad Starkes Gefälle, zu tief hängender Bambus, tiefe Regenrinnen auf dem Weg, und alles viel zu eng … nie wieder einen Wasserfall suchen!

Die Strasse endet für uns an einem wunderschönen Fluss mitten in der Wildnis. Kleine Sandbänke, eigenartige Spuren darauf, Bäume lassen uns unbekannte Früchte fallen. Vega wird hellhörig und am anderen Ufer springt etwas im Wasser umher, sechs Augenpaare starren dorthin …nix mehr zu sehen. Eine Brücke führt uns zu Fuss mit Vega weiter, der Pfad wird enger und steiler und am Ende ist es nur noch ein etwa 80 cm breiter Grad im steilen Fels. Nach ausgiebigem Baden im Fluss sitze ich und meine Flasche Leo im Campingstuhl und geniesse die wunderbare Stimmung der langsam einsetzenden Dämmerung, es hätte ein perfekter Abend werden können, bis die Biene Maja kam …

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Vega liegt ein paar Meter von mir entfernt und springt plötzlich auf, irgendwas muss sie ärgern, sie schnappt nach einem Fluginsekt. Nach drei weitern Versuchen, das Tier los zu werden erbarme ich mich und steh auf. Und da sehe ich die Biene Maja, etwa halb so gross wie das Original schwirrt sie um Vega herum. Mit der Hand versuche ich sie zu verscheuchen und fange mir prompt ihren Stachel ein.
Ein brennender Schmerz lässt mich den Arm zurückziehen, das tut Schweine weh! Uta zieht mir den Stachel heraus und meine Hand schwillt in wenigen Minuten stark an, nach einer halben Stunde sieht sie aus wie ein Kloss, die Finger kann ich nicht mehr bewegen. abenteuerreise thailand - insektenstich
Nun ist ja alles eine Sache der unterschiedlichen Betrachtung, hätte mich eine der mittlerweile sechs gesehen Schlangen gebissen, wäre ich ganz zufrieden, dass es nicht schlimmer wird, aber so, wegen so einem kleinen Vieh! Gut, nach drei Tagen war meine Hand wieder im Normalzustand, aber der Biene Maja werd ich was erzählen! Später im Dunkel kommen Mofas mit zusätzlicher Kopflampe diesen irren Weg entlang gebraust, wir sehen uns an – lebensmüde die Kerle!

Bevor wir uns morgen wieder auf die unendlich vielen Kurven und Pässe um die 1200 m Höhe wagen, nix für Leute mit Höhenangst steil fällt die Strasse seitlich ab, verbringen wir noch eine Nacht am Rande eines Karen Dorfes. Hier fliesst auch ganz ruhig der Moe Klong, ein Bambusfloss wird an einem Seil als Fähre benutzt und wir entdecken Elefantenkot. Irgendwo hier soll ein Elefantencamp sein. Kettengeklirr weckt uns am Morgen, ein Elefant mit Reiter geht Richtung Fluss und als wir nachsehen, spurlos verschwunden, sicher im tiefen Wald zur Arbeit. Spaziergang mit Vega durchs Dorf, freundliche Gesten und wir können uns die Häuser und Karen aus der Nähe betrachten.

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Die Menschen sind wirklich viel kleiner als wir und sehr zierlich, lachen mehr als wir Europäer. Sie leben in ihren kleinen Hütten mit Blättern gedeckt, Hühner und Hunde laufen bunt umher, Chillis liegen zum Trocknen aus. Es wäre interessant zu wissen, wie sie selbst ihr Leben sehen. Auf uns wirkt es zufrieden und frei. Wir werden die Gegend um Umphang auf keinen Fall als langweilig in Erinnerung behalten.

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Reiseberichte Asien – 1100 Kurven nach Umphang und Off Road ins Umland
Carlos | 19. Dezember 2009 | 08:25

Umphang, eingeschlossen von hohen Bergen, liegt dieses beschauliche Städtchen etwas verschlafen da. Nur eine einzige Strasse aus dem Norden führt dorthin, und die hat es in sich. Kurve reiht sich an Kurve, steil bergan und bergab alles halb so wild für uns. Was haben Thais mit Kongolesen gemeinsam?  Im Kongo wurde ich von Busfahrern aufgeklärt: “Einfache Strassen, viel gerade aus: sehr gefährlich-langsam fahren. Schwierige Strassen, viele Kurven: nicht gefährlich-schnell fahren!” So müssen wir über Stunden  höllisch aufpassen, denn immer wieder schneiden alle möglichen Fahrzeuge extrem optimistisch die uneinsehbaren Kurven.

Trotzdem hat Umphang viel zu bieten, einsame Natur, hohe Wasserfälle und abgelegener Dschungel. Am Pacharoen-Wasserfall bleiben wir eine Nacht und wandern am morgen den Pfad am 97-stufigen Wasserfall bis hinauf, können unbehelligt dort baden. Das Licht fällt herrlich auf das plätschernde Wasser, kalt ist es natürlich, prickelnd erfrischend! Auf dem Rückweg kommen uns bewaffnete Ranger entgegen, sie erschrecken sich, weil Vega wie besessen vorn weg rennt. Ihr gefällt es hier, mal wieder ne neue Zeitung lesen und im schattigen Wald austoben!
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An den Takobi Höhlen lassen uns mit Trillerpfeife zwischen den Bäumen auf dem gefegten Platz einweisen. Welch Aufregung, Farang mit Rod Baan und grossem Hund! Die Kinder belagern uns. Vega wird umzingelt und alle wollen den Farang Hund streicheln, sie geniesst es, schliesslich gibt es hier und da einen Keks, Kinder haben ihre Hände auf so strategisch günstiger Höhe!
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Es ist Feiertag, der König wird heut 83 Jahre alt, selbst dieses Argument nutzt nichts, an den Ti Lo Su Wasserfall dürfen wir nicht fahren. Der Truck ist zu breit und zu hoch werden wir belehrt und auch Allrad kann die Wärter nicht umstimmen.

So fahren wir auf gut Glück die immer schlechter werdende Piste weiter gerade aus. Ein anderer Wasserfall ist auf der Karte eingezeichnet. 50 km Staubpiste. abenteuerreise thailand - pisten Sehr interessant unterwegs die Karen Siedlung Nu Pho. Karen ist ein Bergvolk, dass schon seit dem 18. Jahrhundert aus Birma nach Thailand übersiedelt und hier die grösste Stammesgruppe bildet. Uta sieht gleich – gute Gärtner sind sie! Die Strasse endet in einem Dorf mit kleinem, unbewachtem Grenzübergang nach Burma … ohne den versprochenen Wasserfall! Wir kaufen etwas Gemüse für ein reichhaltiges Mahl nach dieser staubigen Angelegenheit und verbringen die Nacht an einem schönen einsamen Platz abseits der Piste. abenteuerreise thailand - karen siedlung nu pho abenteuerreise thailand - karen siedlung nu pho abenteuerreise thailand - karen siedlung nu pho abenteuerreise thailand - karen siedlung nu pho abenteuerreise thailand - grenze zu burma abenteuerreise thailand - karen siedlung nu pho

Natürlich will ich mir die schönste Wildwasser Strecke ganz Thailands ansehen und wir folgen dem Flusslauf des Moe Klong weiter südlich. Der dichte Dschungel gibt jedoch nicht einen Blick auf den Fluss frei und so lassen wir uns von diesem Schild verleiten. abenteuerreise thailand - wegweiser Nach einer halben Stunde durch dichten Wald mit engem Weg kommt die Frage: umkehren? Aber wie es mal so ist, nun sind wir schon soweit gefahren, ach, noch ein paar Minuten …

Reiseberichte Asien – Border Run nach Burma
Carlos | 13. Dezember 2009 | 13:30

Da wir nun schon fast drei Monate in Thailand sind und Burma quasi im Sichtbereich liegt, machen wir noch einen Visa Run. Ein Grund, die Friendship Bridge „Mae Nam Moei“ nach Burma zu überqueren und einen kleinen Eindruck zu gewinnen. reiseabenteuer-burma - friendship bridge mae nam moei

Diese Brücke ist eigentlich Bestandteil des Projektes „Pan Asia Highway“, ist aber immer noch für den internationalen Verkehr gesperrt. Da wir sowieso nicht mit dem Truck einreisen dürfen, müssen wir also per pedes die Brücke überqueren. In der Mitte der Brücke, wir stehen nun genau über dem Moei River, sehen wir wie die Asiaten hier den „kleinen Grenzverkehr“ verstehen. reiseabenteuer-burma - die friendship bridge „mae nam moei“

LKW Reifen dienen als Fähre und alle und alles wird über den Fluss und Grenze transportiert, Menschen, Kartons, Fahrräder … Kräftige Männer paddeln und schwimmen mit den Reifen kontrolliert ans andere Ufer, lassen aussteigen und schleppen sie dann gegen die Strömung wieder zurück. reiseabenteuer-burma - kleiner grenzverkehr Der Verkehr in beiden Richtungen ist erstaunlich. Niemand kümmert es, die Brücke mit dem Kontrollposten nur für uns?

Sehr viele Ausländer betreten beim Visa Run wahrscheinlich nicht den Boden von Burma, wir werden sofort umzingelt und von Rikschafahrern verfolgt. Etwas anders ist es hier doch in Myawaddy, so heißt die Stadt, obwohl wir nicht im wirklichen reiseabenteuer-burma - unterwegs armen Burma sind, hier blüht das Grenzgeschäft. Wir bummeln die Hauptstrasse entlang bis zu einem Stupa. Wir können in einige kleine Gassen blicken, Wasser wird gerade in kleinen Tanks angeliefert, also kein fliessend Wasser.

Um es mal auszuprobieren, lasse ich mir eine Bethelnuss einwickeln, sie soll die Gedanken schnell und die Zähne rot machen … oh Gott ist das eklig. Angewidert fliegt das Teil aus dem Mund und beim Lachen der umstehenden wird zumindest klar, das der zweite Teil stimmt, aus den lachenden Mündern blitzen mir all samt rote Zähne entgegen.

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Neugierig biegen wir in eine schmale Marktgasse ein. Ähnlich wie in Mae Sot, nur kleiner und etwas schmuddeliger. Ein Stand folgt dem anderen, mal groß mit einer mitten unter dem Fleisch sitzenden Frau die mit einem Wedel den aussichtslosen Kampf mit den Fliegen aufgenommen hat, mal klein, dann sitzt der oder die Besitzern vor der Auslage auf dem Boden. Es riecht ordentlich nach getrocknetem Fisch, aber es ist schon sehr interessant welch unterschiedliche Fische hier verkauft werden. Und in welchen Massen. Die Waren sind im Vergleich zu Thai Märkten deutlich mehr Chinesisch geprägt, ich sehe den gleichen Billig Schrott wie in Afrika.

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Zum Abschluss unserer Stippvisite in Burma gönnen wir uns noch einen Kaffee und ich kann die Geldwechsler beobachten, ganze Packen mit Geld sind da auf dem Tisch, werden gezählt und zu Bündeln gepackt weggetragen und wieder andere liefern Gelder in Säcken an. Ob da alles mit rechten Dingen zugeht? reiseabenteuer-burma - geldwechsler

Am Kontrollposten auf der Myanmar Seite nehmen wir wieder Platz, damit wir für die Kamera an der richtigen Stelle postiert sind. Sehr nett werden uns die Pässe gereicht und die Stempel gezeigt, einen guten Weg und auf Wiedersehen! Als wenn wir gerade ein Cafe verlassen. Von der Brücke aus fotografieren wir den Moei Markt auf Thailändischer Flussseite. Das Militär hat den Uferbereich „bereinigt“ und das Buschwerk abgebrannt, in dem sonst die Burmesen hausen müssen. Wir bekommen einen neuen Stempel in den Pass gedrückt und können somit wieder drei Monate in Thailand bleiben.

Reiseberichte Asien – Mae Sot, Versorgerbatterien und Klimaanlage, wir richten uns ein …
Carlos | 3. Dezember 2009 | 14:46

Geplant sind zwei bis drei Tage bei Tom, quatschen, zusammen essen und mit Puk als Übersetzerin, sie spricht englisch, muss ich einige Probleme am Truck beheben. Eine Versorgerbatterie scheint defekt, deshalb funktioniert die Klimaanlage für den Wohnraum wohl auch nicht …und es ist sehr sonnig an manchen Tagen!

Die Batterien mit ihren speziellen technischen Werten sind schnell gefunden und unter Schweiss am nächsten Tag eingebaut (Infos dazu unter Reisegefährt). Warum geht die Waeco Klima immer noch nicht? Ein Klimafachmann wird angefahren und das Theater geht los! Den ganzen Tag bin ich mit dem Truck in der Werkstatt. Nur gut, dass Uta mit Vega bei Tom am Haus bleiben kann. Was da so abging … ich schreib einen extra Bericht für Waeco (siehe unter mein Reisegefährt)!

Die Tage vergehen und Tom, Computerhai in Person, überzeugt mich, dass wir noch zusammen einen Blog – diesen hier – erstellen müssen, so spare ich mir die aufwendigen Rundmails. Ja so ist es nun mal wenn man so vielen Leuten verspricht, sie auf dem Laufenden zu halten. Vega freundet sich mit Jessie an und lässt sich manchmal im Staub – die Regenzeit ist vorbei – stundenlang bespielen, bis es reicht und sie Jessie richtig bescheid gibt! Wow, wie unser Angsthase böse klingen kann … nur das Futter will keine mit der anderen teilen.Während ich ewig mit Tom vor dem Rechner sitze, besucht Uta mit Puk Märkte, guckt in der Küche zu, macht uns jeden Tag vor Gesundheit strotzende Obstsalate und fotografiert die Umgebung. Vieles Getier läuft einem erst über den Weg, wenn man lange an einem Platz steht, z.B. Schlangen vor der Trucktreppe!

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Die meisten Männer und Frauen tragen hier Röcke und sind im Gesicht mit heller Farbe geschminkt. Wir lassen uns aufklären, es sind alles Burmesen. In Myanmar herrscht gegenüber dem gut situierten Thailand grosse Armut und jeder versucht – ob legal oder nicht – hier sein grosses Glück. Auf dem kleinen Nachbargrundstück wird ein Haus gebaut. Ungefähr 10 burmesische Arbeiter bauen ungesichert und mit haarsträubender Statik in 6 Wochen ein Haus mit zwei Etagen, für einen Hungerlohn versteht sich. Sie wohnen die ganze Zeit auf der Baustelle, es gibt keine festen Arbeitszeiten, abends wird gern lauthals getrunken – nicht einfach so als Nachbar, der konzentriert am Rechner arbeiten muss!

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 Positiv ist uns aufgefallen, dass immer wieder auf dem Feld oder auf dem Bau, Frauen wie Männer singen und das nicht schlecht! Abends lassen wir uns ein nettes Restaurant zeigen. Wir sitzen in kleinen Hütten auf Bastmatten, ein Teich im Grün rundherum, von den anderen Gästen bekommt man nicht viel mit, ganz privat. Der Tisch wird reich gedeckt. Puk bestellt allerlei, wir könnten das gar nicht allein, die Staff sind burmesische Mädels, die kein Englisch sprechen und Karte lesen …!? Lecker alles, teils natürlich super scharf . Als Farang würde man diese Gastro nicht finden und der Preis sagt uns auch, dass wir unter Einheimischen sind. abenteuerreise thailand - thai essen

Mit Vega erkunden wir die Umgebung. Tonkrüge stehen nett drapiert am Strassenrand und sind mit Wasser gefüllt. Durstige trinken unterwegs aus den Holzkellen, in Deutschland undenkbar!  Ein Friedhof mit Krematorium  – so würde es bei uns heissen – liegt auf dem Weg, hier nennt man es Barbecue Platz, weil Beerdigungen eher Feste sind, die Tage dauern können. An den armseligen Stätten erkennt man, wer hier ins nächste Leben geschickt wird. Mit lauten Knallern wird den Seelen der richtige Weg gezeigt – die lärmempfindliche Vega zeigt uns sofort den Weg hier weg!

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