Posts tagged ‘Mekong’

Abenteuerreise Laos – Luang Namtha
Carlos | 29. März 2010 | 13:22

In Chiang Khong setzen wir mit so einer abenteuerlich schrottigen Fähre über, quer über den Mekong, der hier die Grenze setzt zwischen Thailand und Laos.

Laos beginnt damit, dass der Tanklaster vor uns in der Rinne zwischen Fähre und Ufer hängen bleibt, wir werden auf die Zustände in Laos vorbereitet. Einige Kilometer nach der Grenzstadt Houay Xai sind wir auch schon mittendrin, Stelzenhäuschen mit Schweinen darunter, Horden von Kindern am Strassenrand und alles sichtbar schmuddeliger, nicht mehr so grün.

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Der Highway Nr.3 von den Chinesen gebaut, zerbröselt schon wieder an allen Ecken und Enden. Aber es ist die kürzeste Handelsstrasse von China nach Thailand. In den Bergen um die 1100 m ist es erfreulich kühler und wir finden sogar einen Schlafplatz hinter einem Hügel, unsichtbar von der Strasse aus. Keine Stunde vergeht und Vega meldet Besuch an, Bauern haben hier ihren Fussweg zum Feld und bestaunen den Truck und den grossen Hund.

Kurz vor Luang Namtha besuchen wir eine Höhle Nam Eng. Im Reiseführer wurde uns eine Illumination in Erwartung gestellt, es blieb aber bei einem Kabel an dem einige Lampen hängen, aber wohl kein Strom. Der Bauer zog ein traditionelles Hemd an und schloss uns die Tür zum Eingang auf. Mit zwei Taschenlampen stolpern wir durch die Faszination. Riesengross mit verschiedensten Formationen, eine noch nicht ganz für voll genommene touristische Attraktion, obwohl sie nur einen Steinwurf von der Hauptstrasse entfernt ist.

In Luang Namtha beziehen wir den strategischen Punkt an der neuen Stupa auf dem Hügel. In der Umgebung hängt auch hier überall ein Dunstschleier in der Luft, nachts jedoch kann man es kurz bei einem Blick auf die kleine Stadt vergessen. Der Ort ist sehr umtriebig. Auf dem grossen Markt vervollständigen wir unsere Vorräte, lassen Waschen und putzen den Truck. Ich lege mich unter den Mercedes und mache die nötigen Wartungsarbeiten für den Weg nach China.

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Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck
Carlos | 22. März 2010 | 13:19

Vega stellt sich in Chiang Mai noch mal in der Tierklinik vor und lässt sich für das nächste Jahr teures Shampoo verschreiben, Frau eben. Die Stadt ist im März sehr heiss und dicke Luft, es hält uns nicht lange dort, eine Nacht klar gesagt, auf einem Hotelparkplatz.

Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck Das Goldene Dreieck kennen wir alle aus Filmen, Büchern und wirren Geschichten über Opium. Hier heisst es „Sob Ruak“ und es werden drei viertel des weltweiten Opiums produziert, das meiste in Burma. Auf dem Weg dorthin benutzen wir Nebenstrassen der Nebenstrassen, was wieder zu zwei schönen Plätzen führt und Lisu Hilltribes in den Truck gucken lässt.

Ein abgelegenes Elefantencamp mit überaus netten Menschen, was uns zu einem längeren Shooting mit den Elefanten anhält, Vega wird in der Zeit vom Mahout gefüttert, will da nicht mehr weg! Solche Versuche, Elefanten und Menschen eine Grundlage zu geben, würden wir sicher gern überall unterwegs begleiten und unterstützen, dann würde die Reise aber bis an unser Lebensende dauern!

Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck

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Das andere „Faule Ei“ ist ein Hot Spring. Ohne Brille und Nachfragen hätten wir den Abzweig auch nicht gefunden. Ganz allein stehen wir neben einem dampfenden Brunnen und hoffen, dass unsere „Kochwäsche“, die unter dem Pavillon baumelt, nicht zu sehr den Schwefelgeruch angenommen hat.

Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck

Da ist nun der Punkt, wo sich Thailand, Burma und Laos treffen – das Goldene Dreieck, wo der Mae Sai River in den Mekong fliesst. Hotels, Resorts, Markt, Gastro… der Tourismus pur. Der übliche Dunst hängt auch hier in der Luft und Fotos machen ist fast unmöglich.
Eine Alternative ist die Opium Hall – ein super modernes Museum über alles, was mit Opium und deren Geschichte zu tun hat. Den Eintrittspreis haben wir nicht bereut und wir wissen nun wenigstens, wie Opium geerntet und bearbeitet wird!
Der Rundgang endet am anderen Ende des Gebäudes und wir lassen schon die Arme hängen, weil wir bis zum Truck rund um die Parkanlage mit Seen wandern müssten… schon steht das Opium Hall Taxi da und weiss ohne zu fragen, dass wir zum grossen Rod Baan gehören und wir werden hin chauffiert.

Abgelegen von dem Trubel bummeln wir über einen Nachtmarkt und kaufen spicy Abendmahl, der Truck steht im Hafen direkt am Mekong und im Dunkeln erwacht gegenüber in Laos das Nachtleben mit buntem Licht und Show a la L.A.

Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck

Hoch über einer Schleife vom Mekong ist eine Thai-Fahne geflaggt und ein Mann mit Tochter halten dort die Stellung, natürlich auch Hund, der gleich Vega ins Herz schliesst und Hühner, die im Pinienwald scharren. Wieder hätten wir hier ein Foto eingestellt… aber keine Sicht, wie die letzten Wochen in den Bergen.

Der letzte Tag in Thailand!

In Chiang Khong parken wir hinter einem Wat an der Uferpromenade, hier ist der Mekong Grenzfluss zu Laos. Weil wir Farang sind, dürfen wir hier parken, Touristen stehen in Thailand hoch im Kurs. Wir freuen uns gerade über einen starken kühlen Wind, der durch die Moskitonetze weht, da wird er zum Sturm und dicke Regentropfen werden am Dachfenster zerstaubt. Der erste Regen seit November letzten Jahres! Und gleich ein richtiger Guss! Wir haben uns wieder eingkriegt und einer pocht an die Tür, krakelt halb englisch, halb Thai und ist total besoffen – ein Typ in Uniform mit Polizeiaufschrift! Er labert ewig rum und torkelt durch die Gegend, bis er auf sein Moped steigt und weg fährt – Thailand live in der letzten Nacht!

Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck Abenteuerreise Thailand – Goldenes Dreieck

Abenteuerreise Kambodscha – Kulturtage Richtung Siem Reap
Carlos | 24. Februar 2010 | 15:28

Wir tingeln von der Küste aus über Phnom Phen, noch mal am Mekong entlang, Richtung Siem Reap.

Um uns auf das Kulturepos ein zu stellen, machen wir Rast am Wat Phnum Satuk auf einem 200m hohen Berg. In der Hoffnung auf kühleren Wind, der Sommer naht merklich, fahren wir bis fast auf die Kuppe. Hier wird total viel gebaut und wir sehen, wie aus Beton feinste Muster gegossen werden. Dieses Wat ist ein Vorzeigerelikt in Kambodscha. Einige alte, versteckte Altare und Figuren zeigen die Vergangenheit, anderer neuer Kitsch steht mittendrin.

Ein junger Mönch, der schon seit 4 Jahren hier lebt, ist wissbegierig und sitzt mit mir im Sonnenuntergang auf einem Felsen mit weitem Blick ins Tal. Wie im Film, nur bin ich total müde und die Moskitos fangen an zu summen. Er besteht darauf, dass wir uns sicherheitshalber nahe an sein Zimmer zu den anderen Häusern stellen und schlafen so die Nacht an der heiligen Baustelle.

Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap

Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap

Den Kaffee noch im Gaumen bleiben wir an der Strasse stehen, wo unzählige Steinmetze Buddhas und andere Heiligtümer aus Stein zaubern. Noch in Verhandlung über den Preis für einige kleine Kostbarkeiten halten hinter uns Jochen und Christina vom Otres Beach! Die Menschenansammlung wird mit der geballten Attraktion von zwei Trucks immer grösser.

Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Im Doppelpack fallen wir in Sambor Prei Kuk ein, welches einst Hauptstadt eines alten Königreiches im 6. Jahrhundert war. Dutzend Kinder belagern uns sofort und wollen uns Tücher für 1 Dollar verkaufen. Das Gebiet der Anlage ist ca. 1 qkm gross und letztlich begleiten uns sieben Kinder, die alles auf Englisch laienhaft erklären. Es stellt sich heraus, dass auch Deutsch und Französisch nicht fremd sind. Die Jungs verlieben sich in Vega und der Schweiss treibende Fussmarsch endet damit, dass wir jedem Kind ein Tuch abkaufen, in der Hoffnung, dass es etwas nützt. Die Übernachtung am Kulturerbe ist wieder ein Sicherheitsproblem und endet wie üblich, dass wir Hängematten Background bekommen.

Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap

Angkor – Kambodschas Hauptattraktion ist von uns erobert und wir glauben es nun auch, dass man mehrere Tage für einen Bruchteil davon braucht. Wir erkundigen uns, ob wir irgendwo auf einem der riesigen Parkflächen übernachten dürfen – NEIN! Der Ausländer kann froh sein, wenn er mit dem eigenen Fahrzeug den Haupteingang passieren darf. Bezaubert von der Baukunst stehen wir 5 Tage lang wohl behütet über Nacht bei der Tourist Police, wir geben Deutsch Unterricht und im Gegenzug gibt’s Wasser für den Tank.

Abenteuerreise Kambodscha – Phnom Penh und Sihanoukville
Carlos | 23. Februar 2010 | 13:31

Wir überqueren den Mekong über eine der wenigen Brücken, die über die Mutter aller Wasser in Kambodscha existieren, von den Japanern gebaut. Jetzt können wir uns auch erklären, warum erst jedes zehnte Auto KEIN Toyota Camry ist Laughing Out Loud

Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville

Phnom Penh – auch wenn die Capital City von Kambodscha mit ihrem Flair, reicher Kultur und super Einkaufsmöglichkeiten alle Touristen begeistert, hat sie in den Gassen und Vororten grosse Armut und Müll. An den Ufern des Tonle Sap, kurz bevor er in den Mekong mündet, sitzen wir im 5 Sterne Hotel Cambodiana und krümeln genussvoll europäisch Croissants. Der Truck steht auf dem schattigen Parkplatz, versorgt mit Wasser und Strom. Wie stellt man das an? Man schickt Uta zum Fragen. Sie lässt sich weder von den Damen an der Rezeption noch vom entsetzten Concierge abwimmeln.

Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville

Und beim weltoffenen Manager ist dann alles „kein Problem“. Der Platz ist für Vega-Gassi in einer Grosstadt ideal. Nebenan ist eine riesige, noch unbebaute Fläche, auf der einige Obdachlose hausen und Vega hat Ausgang bis zum Mekong.
Die neuen Varianten von Hinweisschildern – nur Pfeile, ohne Beschriftung lassen uns Auskenner nicht versagen und wir erreichen südlich von Phnom Penh die Gedenkstätte “Killing Fields“. Unter Pol Pot wurden hier Tausende gequält und ermordet, Kinder erschlagen, in Massengräbern verscharrt.

Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville

Phnom Penh ist riesig, kosmopolitisch und heiss. Zu heiss, um Vega allein im Truck warten zu lassen und nach zwei Tagen zieht es uns an die Küste. Die Strassen gleichen Wüsten Off Road. Ansehen wollen wir uns Kep, ein mehrmals neu aktiviertes altes Seebad. Das Wasser ist verdreckt und der Ort ist alles in allem; alt und neu, gemütlich und kalt, reich und arm… von den Polizisten werden wir sofort höflich inspiziert und ein Platz für die Nacht wird uns gezeigt.

Am Morgen brechen wir sofort auf nach Sihanoukville, wir wollen baden im Golf von Thailand! Unterwegs beobachten wir, wie Autofahrer vor uns unaufgefordert Geld aus dem Auto reichen und als der gekaufte Polizist uns sieht, dreht er sich ganz unauffällig weg.

Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville

Tom aus Mae Sot hat uns den Otres Beach empfohlen und nach langem Suchen stehen wir neben der Solar Bar bei Thor aus Deutschland und machen hier 12 Tage lang puren Strandurlaub, wie er im Buche steht! Wir lernen hier Jochen und Christina aus Esslingen, auch mit ihrem Truck in Asien unterwegs, kennen, trinken mit reisenden Franzosen ein Bier und baden im glasklaren Salzwasser, lassen uns von Hundefreundin Heike Pancakes machen…

Die Zeit vergeht wie im Fluge. In einem Reisebüro holen wir bei der Abfahrt unsere Pässe mit dem beantragten Chinavisa ab, ein super Service. Wir hoffen, es steht dem nichts im Weg und wir beginnen am 25. März mit zwei weiteren Autos im Konvoi die Reise durch China und Tibet für festgelegte 24 Tage.




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