Wir tingeln von der Küste aus über Phnom Phen, noch mal am Mekong entlang, Richtung Siem Reap.
Um uns auf das Kulturepos ein zu stellen, machen wir Rast am Wat Phnum Satuk auf einem 200m hohen Berg. In der Hoffnung auf kühleren Wind, der Sommer naht merklich, fahren wir bis fast auf die Kuppe. Hier wird total viel gebaut und wir sehen, wie aus Beton feinste Muster gegossen werden. Dieses Wat ist ein Vorzeigerelikt in Kambodscha. Einige alte, versteckte Altare und Figuren zeigen die Vergangenheit, anderer neuer Kitsch steht mittendrin.
Ein junger Mönch, der schon seit 4 Jahren hier lebt, ist wissbegierig und sitzt mit mir im Sonnenuntergang auf einem Felsen mit weitem Blick ins Tal. Wie im Film, nur bin ich total müde und die Moskitos fangen an zu summen. Er besteht darauf, dass wir uns sicherheitshalber nahe an sein Zimmer zu den anderen Häusern stellen und schlafen so die Nacht an der heiligen Baustelle.
Den Kaffee noch im Gaumen bleiben wir an der Strasse stehen, wo unzählige Steinmetze Buddhas und andere Heiligtümer aus Stein zaubern. Noch in Verhandlung über den Preis für einige kleine Kostbarkeiten halten hinter uns Jochen und Christina vom Otres Beach! Die Menschenansammlung wird mit der geballten Attraktion von zwei Trucks immer grösser.
Im Doppelpack fallen wir in Sambor Prei Kuk ein, welches einst Hauptstadt eines alten Königreiches im 6. Jahrhundert war. Dutzend Kinder belagern uns sofort und wollen uns Tücher für 1 Dollar verkaufen. Das Gebiet der Anlage ist ca. 1 qkm gross und letztlich begleiten uns sieben Kinder, die alles auf Englisch laienhaft erklären. Es stellt sich heraus, dass auch Deutsch und Französisch nicht fremd sind. Die Jungs verlieben sich in Vega und der Schweiss treibende Fussmarsch endet damit, dass wir jedem Kind ein Tuch abkaufen, in der Hoffnung, dass es etwas nützt. Die Übernachtung am Kulturerbe ist wieder ein Sicherheitsproblem und endet wie üblich, dass wir Hängematten Background bekommen.
Angkor – Kambodschas Hauptattraktion ist von uns erobert und wir glauben es nun auch, dass man mehrere Tage für einen Bruchteil davon braucht. Wir erkundigen uns, ob wir irgendwo auf einem der riesigen Parkflächen übernachten dürfen – NEIN! Der Ausländer kann froh sein, wenn er mit dem eigenen Fahrzeug den Haupteingang passieren darf. Bezaubert von der Baukunst stehen wir 5 Tage lang wohl behütet über Nacht bei der Tourist Police, wir geben Deutsch Unterricht und im Gegenzug gibt’s Wasser für den Tank.
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