Posts by author: Carlos

Herzlich Willkommen auf unserem Reise- und Abenteuerblog!
Carlos | 7. November 2009 | 09:24

Hier dreht sich alles um Fernreisen abseits der Touristenströme. Unterwegs sind wir in einem Off Road fähigen Mercedes 917 Allrad, der zum Wohnmobil aus- und umgebaut wurde. Meine treue Begleiterin Vega, ein spanischer Tierheimhund, ist immer mit dabei. Nach unserer Transafrika Tour, die uns viele Reiseabenteuer und skurrile Geschichten, aber auch an den Rand des Abgrundes brachte, sind wir nun in Asien unterwegs. Von Südostasien aus werden wir versuchen einen Weg nach Hause zu finden …

Abenteuerreise Thailand – bei den Langhals Frauen
Carlos | 19. März 2010 | 03:00

Abenteuerreise Thailand – bei den Langhals Frauen Vega sollen wir alle drei Tage baden und wir suchen einen klaren Fluss. Wir biegen zu den Susa Wasserfällen ab, weil der Weg öfters den Fluss quert. Wie immer werden da einige Kilometer Offroad draus aber bedankt mit einem idyllischen Badeplatz am Fluss, den wir dann natürlich auch gleich nutzen! Schmetterlinge suchen hier Mineralien, schillernde Käfer auch, eine Spinne findet Vegas Fressnapf interessant.

Am Eingang von Mae Hong Son stellen wir den Truck mit uns am Nachmittag ab, verzichten bei 39 Grad in der Wohnkabine auf Kaffee und sitzen mit gutem Internetzugang schwitzend da, duschen kalt, bis um 22 Uhr das Thermometer 27 Grad anzeigt und ans Schlafen zu denken ist.

Abenteuerreise Thailand – bei den Langhals Frauen Wir zögern in Mae Hong Son. In der Umgebung gibt es drei Doerfer, in denen Frauen des Paduang-Stammes aus Myanmar angesiedelt wurden, genannt Langhals Frauen. Bekannt sind sie mit den Metallringen um den Hals, um diesen zu verlängern. Reisebusse werden dorthin gekarrt und alle werden beguckt und fotografiert. Ok. Wir sind neugierig und hoffen, dass es vielleicht andere Wege gibt und wenn wir allein und unorganisiert kommen… Fehlanzeige! Die Schilder „Longneck Womens“ führen uns zu dem einen Eingang zum Pseudodorf, den es gibt, am Wat in Nai Soi vorbei.

Das Gute, wir sind fast allein und versuchen „freundliche Touristen“ zu sein. Wir machen natürlich Fotos, sehen beim Weben zu, kaufen ein kaltes Bier, ein Souvenir und beobachten, wie einige mit langen Stöcken umher laufen, um Zikaden mit der klebenden Spitze einzufangen und lebend aufzufädeln – zum Essen wurde uns bestätigt. Mulmig ist uns schon irgendwie, als wir das gestellte Dorf verlassen, die Abkühlung bei der Flussquerung ist auch gleich wie Reinwaschen als gaffender Tourist.

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Durch die Berge schlängeln wir den Truck wieder Richtung Chiang Mai. Pässe um die 1200 Meter, Dörfer mit Trachten tragenden Frauen und Felder in den Tälern und an den Hängen, Brandrodung und Flüsse mit wenig Wasser jetzt zur Trockenzeit, blühende aber blätterlose Bäume… heiss am Tag und ab 21 Uhr angenehm kühl. Wir ahnen im ständigen Dunst der thailändischen Berge den Doi Inthanon, den höchsten Berg Thailands mit 2565 Metern, gern hätten wir hier ein Panoramabild eingefügt, wir stehen diese Nacht auf 1600 m und sehen nichts …

Abenteuerreise Thailand – Bergvölker, genannt Hilltribes
Carlos | 16. März 2010 | 13:12

Hier in Nordwesten Thailands leben sechs verschiedene Bergvölker, genannt Hilltribes, die meist als Flüchtlinge nach Thailand eingewandert sind. Auch die Hmong, die wir schon in Laos erlebt haben. Es wird viel getan, geredet um Opium und veranstaltet mit den Minoritäten, wir als Laien wissen nur, dass wir uns nicht den Reisegruppen anschliessen möchten, um uns die Menschen zum Fotografieren vorführen zu lassen.

Abenteuerreise Thailand – Bergvölker, genannt Hilltribes So suchen wir mit Detailkarten ein Dorf aus, das weit vom Schuss liegt, zu weit um in einen Tag hin und her zu fahren. So hoffen wir, die Touristenströme zu umgehen. Wir wissen, es wird wohl wieder mal eine harte Off Road Etappe aber als die anfangs noch betonierte Piste derart steil bergauf geht, dass mir der Truck 20 Meter vor dem Gipfel stehen bleibt, das nun wieder ist ganz was neues.

Ich stehe extremer Steillage mit der gezogenen Handbremse und latsche auch noch fest auf die Fussbremse, es sind nur noch wenig Meter bis ich oben bin und ich will die Untersetzung des Trucks nutzen, um das auch zu schaffen. Untersetzung heißt, viel Kraft bei wenig Geschwindigkeit. Bei Allradfahrzeugen nichts ausgefallenes. Um die Untersetzung zu aktivieren, muss ich einen Hebel nach rechts drehen. Allerdings hat der Hebel zwei Stellungen, die erste trennt den Motor komplett vom Antrieb, quasi Leerlauf in allen Gängen, die zweite Stellung aktiviert dann die Untersetzung. Soweit die Theorie, in der Praxis ist mir der Hebel jedoch schon vor Jahren abgebrochen und ich habe ihn mit einem kleinen Plastikteil ersetzt, das bis dahin gute Dienste geleistet hat. Durch die Hitze ist das Plastik etwas mürbe geworden und dreht durch, so bin ich zwar optisch in der zweiten, wirklich aber in der ersten Stellung. Wie immer passiert so was zum schlechtesten Zeitpunkt.
Im zweiten Gang löse ich die Handbremse gebe Gas, der Truck schiesst rückwärts den Berg nach hinten runter, bis ich an den Hebel zur Handbremse komme. Uta hat innerhalb einer Sekunde jegliche Farbe verloren, als ich zu ihr rüber sehe schaut mich ein Geist an, kreidebleich und ohne Fähigkeit etwas über die Lippen zu bringen. Vega dagegen steht im Durchgang, schaut mich vorwurfsvoll an!

Wie erwartet geht es oben dann Offroad weiter, schlechte Piste die in der Regenzeit wohl nicht fahrbar sein dürfte. Wir hoffen nur, nicht umsonst die Strapazen auf uns zu nehmen. Nicht alle Bergvölker sind freundlich.

Am Ende der abenteuerlichen Strasse stehen wir in einem Lisu-Dorf, weil der Truck nicht weiter kommt. Die Lisu kamen vor ca.100 Jahren aus China über Burma nach Thailand. Sie bevorzugen eine Höhe von 1000 m zum Leben und Ackern, organisieren sich in grossen Sippen und sind Ahnenverehrer. Es heisst, dass gern Chinesen sich für den Opiumanbau einheiraten. Tja, da stehen wir nun, aber alle Bedenken sind schnell verflogen und einige Frauen und Kinder in ihren bunten Trachten lachen uns an. Schnell ist das Eis gebrochen, wir besichtigen das Dorf, Vega und der Truck werden begutachtet und ich bespreche mit den Frauen wie wir hier weiter kommen… tja, wohl nur den selben Weg zurück.

Abenteuerreise Thailand – nach Chiang Mai
Carlos | 13. März 2010 | 03:19

abenteuerreise Thailand, abenteurreise asien, nach chiang mai abenteuerreise Thailand, abenteurreise asien, nach chiang mai Eine Woche waren wir im Eiltempo nun wieder bei Tom in Mae Sot. Alles schon wie zu Hause, nur diesmal mit der Zeit im Nacken. Der Hundezuwachs Pukpui hat sich genauso schnell an uns gewöhnt, wie Jessie im November. Danke noch mal an Tom! Das nächste Mal besuchst du uns in Deutschland!

Schnurstracks auf in Richtung Chiang Mai, alle schwärmen vom Norden Thailands und es soll doch glatt kühler sein dort in den Bergen, unvorstellbar im Moment!

abenteuerreise Thailand, abenteurreise asien, nach chiang mai abenteuerreise Thailand, abenteurreise asien, nach chiang mai Wir fahren eine Nebenstrecke über Li und schlagen unser Lager an einem Wat in den Bergen auf. Die Sonne versinkt und es wird uns mulmig, als rund um lautes Knacken zu hören ist und im Mondlicht die Feuer an den Hängen um uns herum tanzen. Wie in ganz Asien brennt es überall während der Trockenzeit, gewollt oder ungewollt.

Es sind 25 Grad kurz vor Mitternacht und wir denken darüber nach, ob wir das Bier nicht mehr so kalt stellen sollten.

abenteuerreise Thailand, abenteurreise asien, nach chiang mai abenteuerreise Thailand, abenteurreise asien, nach chiang mai In Chiang Mai werden erstmal Pflichten erledigt. Vega muss zum Tierarzt, sie hat ein Hautproblem, weil sie sich in jeder Dreckpfütze zum Abkühlen suhlt. Der Truck braucht vom Customer eine Verlängerung seiner Aufenthaltsgenehmigung, Einkaufen und beim Erwerb eines kleinen Netbooks spricht uns Kees aus Holland an… ob wir nicht Lust hätten, bei ihm und seiner Frau Els zu nächtigen, sie waren leidenschaftliche Unimogfahrer und sind dann in der Nähe von Chiang Mai hängen geblieben. Vega hat gleich einen neuen Schwarm, Rüde Akki ist auch nicht abgeneigt. Eine ruhige Nacht mit gutem Frühstück, hier einen lieben Gruss an Kees und Els!

Endlich wieder Hot Springs! In den Bergen haben wir morgens 7 Uhr im Truck 17 Grad und das ist für uns tiefster Winter. Die Pong Deod Geyser sind irre heiss und sehen sehr abenteuerlich aus. Wir müssen Vega laut Bescheid geben, dass sie da nicht drin baden soll, dann kommt sie als Zwergpudel wieder raus! Die Anlage ist gut angelegt aber alles etwas ausgestorben, wir geniessen die Stille und das satte Grün.

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In Pai kaufen wir Vollkornbrötchen!!! Und trinken Cappuccino so mit Karamellmuster auf der geschäumten Milch, Blick auf eine Moschee mit Bob Marley im Hintergrund. Alles bunt in dieser Stadt und in Sachen Aussteigern klein Sihanoukville.




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