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Abenteuerreise China – Lijiang
Carlos | 11. Mai 2010 | 04:44

Abenteuerreise China, Lijiang Die Berge werden langsam höher und die Temperaturen sinken Tag für Tag um einige Grad.

Auf dem Weg nach Lijiang legen wir nun öfters Pausen in Dörfern und kleineren Orten ein, besuchen eine Batikwerkstatt für Touristen, die trotzdem sehr interessant ist und einem gut das Geld aus der Tasche ziehen kann!

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Abenteuerreise China, Lijiang In einem Bai Dorf hat Uta aus Höflichkeit sich lobend über die Handarbeit am Trachtenoberteil einer älteren Frau geäussert und schon muss sie selbstverschuldet über sich ergehen lassen, dass die Frau die Tracht ihrer Tochter schnurstracks holt und sie Stück für Stück ankleidet. Na besser so, als auf dem Marktplatz an den Verkleidungsständen für die Touristen mit Fotoshooting inklusive.

An einem kleinen Tempel am Ortsrand werden wir von den alten Frauen eingeladen, die auf kleinen Bänken sitzen und über die anderen wachen, die im Innenraum singend irgendein Ritual üben und sehr verlegen werden, als wir reinglotzen. Da wir heute noch unseren festen Stadtparkplatz erreichen sollen, lehnen wir die Einladung zum Mitspeisen leider ab. Es könnte einen alles so bereichern, wir streifen diese Kultur leider nur am Rande.

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Eine Besichtigung von alter Wandmalerei in Baisha für viel Eintritt lehnen wir ab und schlendern lieber durch den Ort und sehen in einer Schule für Stickerei vorbei, es dauert um die 20 Jahre, bis diese perfekt beherrscht wird. In den Verkaufsräumen darf man nicht weich werden, durch die man von dem deutsch sprechenden Lehrer geführt wird.

In Lijiang parken wir zwischen LKW hinter der schönen Fassade der Altstadt mit World Cultural Heritage Status seit 1997. Viele kleine Gassen durchzogen mit Wasserkanälen und alles nur Hotels, Gastro und Souvenierläden. Manches zu gut renoviert aber gemütlich, wir lassen uns zu einem Kaffee hinreißen, die Zubereitung auf dem Bunsenbrenner dauert fast eine halbe Stunde. Im Wirrwarr der Altstadt landen wir durch die unsanierte Hintertür auf dem Markt. Wir kaufen preiswert Obst, Gemüse und vor allem Pilze, super lecker!

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Vega wartet schon im Reisemobil und sie darf wieder ihren Yak-Freund besuchen. Auf der Suche nach einer halbwegs guten „Hunderunde“ in einer Stadt kommt man in die letzten Ecken, wo man sonst nie hingehen würde. Die Kehrtwende einer guten Gastrozeile bekamen wir so zu Gesicht. Noch nie haben wir so eklige Küchen gesehen, Fett triefende Ventilatoren, Knochenberge vor der Tür… die Köche sind das gewohnt und winken uns zu, die Küche jedoch darf ich nicht für die Ewigkeit festhalten. Ob wohl die Rückseite dieses sehr geschmackvollen Sterne Hotels auch so aussehen mag?

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So langsam wird es brenzlig in Sachen Tibetgrenze, die ungefähr noch 300 km entfernt ist. Es gab wohl wie jedes Jahr im März Unruhen und keiner darf im Osten Tibets einreisen, schon gar nicht Touristen mit eigenen Fahrzeugen. Noch gibt es von der Agentur kein ok über die nötigen Papiere und wir bangen, was ist wenn nicht? Wir müssen bis zum 24. April China/Tibet wieder verlassen haben…und nur Tibet macht dieses kontrollierte und teure Unterfangen lohnenswert und der einzige Weg wäre dann zurück nach Laos!?

Abenteuerreise China, Lijiang

Abenteuerreise Asien – das Abenteuer China beginnt
Carlos | 25. April 2010 | 11:50

Von Luang Namtha sind die letzten Kilometer bis zur chinesischen Grenze schnell geschafft, wobei die ersten Chinesen bereits beim Straßenbau in Laos zu bewundern sind. Die laotische Grenzstadt Boten erscheint wie eine Geisterwelt, überall Casinos im Entstehen und so verbringen wir die Nacht bei Musik aus einem nahen, bereits fertig gestellten Vergnügungsetablissement.

Bereits am Schlafen kommt die Polizei, kontrolliert unsere Pässe. Sie geben mir eine Handynummer, die soll ich anrufen, wenn es Probleme gibt. Die Gegend, na ja und dann noch das Casino, sicher ist sicher. Dass ich gar kein hier funktionierendes Handy habe wird verschwiegen. Ich bin müde!

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Soeben noch auf Lehmboden den Laotischen Grenzern lautstark erklärt, dass ich die Ausreise des Fahrzeuges bereits erledigt habe, fühlt man sich an der chinesischen Grenze etwas veralbert.

Ein hochmodernes, futuristisches Grenzgebäude, Marmorböden und gedämpfte Umgangsformen, ich denke die Laoten ziehen die Schuhe aus, wenn sie das Gebäude jemals betreten würden. Den Truck parken wir gediegen unter Palmen und gehen in den Komplex. Sofort kommt ein Grenzbeamter und weist uns den Weg, erst zum Gesundheitscheck. Danach diverse Formulare ausfüllen wobei uns freundlich erklärt wird, was wohin geschrieben werden soll, bei Unklarheiten schreibt der Grenzbeamte die richtigen Antworten gleich in Chinesisch ins Formular. Ich als Fahrer darf nun zurück den Truck holen. Zuerst muss ich durch eine Waschstrasse fahren, die jedoch in Wahrheit eine Desinfektionsanlage ist. Komplett eingeschäumt fahre ich so an die Grenze und werde durch gewunken! Keiner will ins Auto sehen! Hocherfreut, vor allem, dass sich mit 150 Euro die theoretisch unumgehbare vierwöchige Quarantäne für Vega quasi im Vorbeigehen erledigt hat, fahre ich nach dem Schlagbaum auf den Parkplatz. Gut, nun warten wir 7 Stunden bis alles chinesisch rechtens ist, Nummernschilder für den Truck und chinesischen Führerschein müssen wir haben, aber alles in allem sind wir guten Mutes,

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Willkommen in China!

Abenteuerreise China

Abenteuerreise Asien – sechs Monate Südostasien
Carlos | 24. April 2010 | 08:39

Nachdem wir nun versuchen werden, Südostasien zu verlassen, ist Zeit für ein Resümee.

7 Es bleibt wenig Raum für Entdecker und Abenteurer, alles ist touristisch sehr erschlossen und die Smaragde findet man letztendlich nicht das erste Mal. Für Afrika habe ich auch einige Reisen benötigt, um sie zu entdecken!

1 Ob Südostasien noch mal bereist wird im Truck, steht in den Sternen, wir werden sehen. Sicher ist, es war eine gute Zeit hier. Nie hatten wir ernsthafte Probleme bei den vielen Übernachtungen irgendwo im Nirgendwo! Das alleine zählt.

8 Was fehlt sind die Landschaften, die einem den Atem nehmen, die Weite, das wilde Land. Ebenso hat man kaum eine Möglichkeit, der oftmals unerträglichen Hitze zu entfliehen, mal in die Berge zu fahren, sich ab zu kühlen.

2 Als besonders schön fand ich, Vega konnte überall mit gehen, trotz Respekt ob ihrer Größe wurde nie ein böser Blick oder gar garstiges Wort gesehen oder gehört! Ein Umstand, der das Reisen für uns reisenswert macht.

4 Wobei die Menschen hier überhaupt zu uns Farang oder Barang sehr rücksichtsvoll sind.
Manchmal kommt das einem auch wie Desinteresse vor aber ich denke, das liegt meist in der schwierigen Verständigung begründet.
Wenn das Eis gebrochen, gerade wenn man bei etwas behilflich ist, gibt es Akzeptanz und lachende Gesichter bei Jung und Alt.

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3 Am besten hat es mir in Kambodscha gefallen, die Menschen sind offen, immer zu einem Spass zu haben, auch wenn sie kein Englisch sprechen, sehr freundlich (ausgenommen natürlich der, der Vega mit der Axt erschlagen wollte). So nah beieinander liegen Thailand, Laos, Burma und Kambodscha, so verschieden sind sie jedoch, so unterschiedlich die Meinungen darüber. Ansichtssache. Für uns beeindruckend die pure Lebensart der einfachen Menschen und Hilltribes, die bunten Märkte und Essgewohnheiten, der Buddhismus mit seinen Mönchen, die Khmer mit ihrer alten Architektur.

So war Südostasien sicherlich eine Reise wert, aber wir wollen das Kapitel noch nicht abschließen, denn…

ob wir in China mit Vega einreisen können, ist ebenso offen wie die Frage, ob wir über Tibet nach Nepal kommen!

Abenteuerreise Südostasien – Märkte und Essen
Carlos | 24. April 2010 | 08:08

abenteuerreise asien So ein Markt in Asien, also dort wo man einkauft, um danach etwas zu kochen, bringt immer wieder neues zu Tage. Allerdings kommt es darauf an, warum man auf dem Markt ist. Der normale Tourist macht einen Besuch vielleicht aus Neugierde oder wegen ein paar netter Bilder für die daheim gebliebenen, vielleicht ist er aber auch Adventure Eater!


Ich für meinen Teil jedoch möchte bei Gerichten bleiben, von denen ich annehme, dass es sich um Tiere handelt, die ich zumindest schon mal gesehen habe, und sei es im Discovery Channel. Aber der wirkliche Grund für meine Marktbesuche ist, ich will nicht verhungern. Denn ich bin in einer eineinhalb Zimmer Wohnung unterwegs und dass schon seit Monaten. Jeden Tag Essen zu gehen, ist nicht die Lösung und bitte wo anders, als hier auf den Märkten kauft der Koch?

abenteuerreise asien Zum andern nervt das klein Gehackte mit der Zeit, schmackhaft sicher, aber schwer zu definieren, von welcher Herkunft.
In Thailand war ja noch alles im grünen Bereich nur als ich die Verkäuferin fragte, weshalb ich für ein Kilo Fisch mehr bezahlen muss als mein thailändischer Vorgänger, bekam ich zur Antwort, du bist Farang, da spielt das Geld doch kein Rolle! Thai lieben Thais.

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Und ich bin stolz, sie hält mich für reich. Aber bitte erst die Katze von der Waage nehmen!

Mit der Zeit jedoch nervt es ein bisschen, jeder Thai mit Bauchladen hält mich für einen Millionär!

In der Nähe von Burma änderte sich das Angebot dann erheblich. Anständig in feine Plastiknetze verpackt schauen dich fette Kröten an, gut in Frankreich pflegt man die gleichen Bräuche, aber die armen Geschöpfe werden zumindest nicht stundenlang zum Vorgaren in die pralle Sonne gelegt. An gebackene Käfer und Maden ist der multikulti Fernseh-Reisende ja schon lange gewohnt, aber was ist das? Ob ich Probleme mit dem Abfluss habe, nein warum? Die sind der beste Abflussreiniger, fressen sich überall durch, na super und sonst, ins heiße Fett, schmecken köstlich und brauchst nicht mal ausnehmen! Vor oder nach dem Abfluss? Ich verkneife mir die Frage.

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In Laos schenkt mir die Marktfrau keinerlei Aufmerksamkeit, nein, nicht weil sie was gegen mich hat, sie ist schüchtern. Und bevor sie ihr Gesicht verliert, weil sie in keinster Weise mit mir kommunizieren kann, schaut sie mich lieber erst gar nicht an. Ich hingegen kann den Blick nicht abwenden, obwohl mir schlecht wird und deutlich spüre, wie der Herpes nur vom Zusehen an meiner Lippe festmacht. Nebenan isst gerade ein Mann angebrütete Eier. Nicht nur der Geruch, auch der Anblick des fast fertigen Embryo, der ihm genussvoll auf der Zunge zergeht, lassen mich die Nase hochziehen. Nein ich möchte nicht versuchen und dann meine Meinung bilden, hier und jetzt bin ich gerne Bauer und der isst ja bekanntlich nichts, was er nicht kennt!

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Kambodscha bringt jede Menge Spass auf den Märkten, die Khmer sind freundlich und immer zu einem Spässchen bereit, auch wenn wir uns mit Händen und Füssen verständigen.

abenteuerreise asien abenteuerreise asien Allerdings setzt das positive Gefühl erst ein, wenn man den Markt wieder verlassen hat. Denn ich sollte das Areal nur mit Gummistiefeln betreten, ich finde immer und das ohne Ausnahme, eine Stelle in der Wasser mit Blut und Därmen oder anderem vermengt ein paar Zentimeter hoch steht. Und genau auf die andere Seite, da muss ich hin. Der eine oder andere Fisch, zu klein zum Verkaufen, windet sich auf dem Boden auf der Suche nach Wasser und jedes Mal wenn mir etwas Glitschiges über den Fuss gleitet zwinge ich mich, nicht hin zu sehen. Will nicht wieder, den Fisch in der Hand, auf dem Markt herumlaufen um ihn zu retten. Denn selbst seine grossen Kumpels darben ohne Wasser dahin. Gewöhnungsbedürftig, dass Fisch und Fleisch einträchtig nebeneinander verkauft werden, nicht auf zwei Tischen nebeneinander, sondern direkt Fleisch an Fisch oder Fisch an Fleisch. Wobei schwierig auszumachen ist was nun Fisch und was nun Fleisch ist. Die Fliegen stehen so dicht und wenn man wedelt sieht man ein paar Sekunden gar nichts, bevor jede wieder auf ihrem Stammplatz ist. Und wie nach jedem Marktbesuch kommt unweigerlich die Frage, sind die Frauen gerade erst aufgestanden oder wollen sie gleich zu Bett? Denn sie hatten ja noch ihre Schlafanzüge an.

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Aber nun ist genug, bevor ich böse Briefe erhalte mit dem Tipp, meinen Allerwertesten am besten doch zu Hause zu lassen, es ist alles nicht so ernst gemeint, und doch so erlebt! Und wenn es dir die Nase hoch ging, lächle und lies noch mal. Noch lebe ich, Indien ist erst im nächsten Monat dran. Am Abend vor dem Schlafengehen, das Essen war wie immer (meist) sehr gut, ist dann wieder alles klar mit der Reiserei im Allgemeinen, dann weiss ich wieder, dass ich nicht für den Schrebergarten geboren bin.




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