Aber auch Kritik ist angebracht an all dem touristisch Schönen. Und das hat nichts mit erhobenem Zeigefinger zu tun, man kann diesen schlecht heben wenn man er selbst ist. Aber wir finden, es sollte schon bemerkt werden und im Handeln Beachtung finden.
Laos ist ein armes Land. Für den Preis eines Glas Weines, das wir in Luang Prabang stilecht trinken, arbeiten Laoten 20 Meter entfernt eine Woche lang am Strassenrand. Auch unterwegs ist uns aufgefallen, wer hier Geld hat, der protzt.

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Neben der letzten ärmlichen Hütte steht eine Villa, wie man sie auch in Europa suchen muss, mit einem Mercedes SLK im Carport. Als wir unsere Wäsche aus der Laundry abholen, tingeln wir noch etwas durch abgelegene Gassen. Hier hausen die, von denen die Touris bekocht und bewaschen werden. Rinnsale fliessen Richtung Mekong und Nam Khan, auch das chemische Abwasser unserer nun schwer parfümierten Wäsche gluggert hier irgendwo ungeklärt ins Nirgendwo.
Unesco hat nach Untersuchungen in Luang Prabang damit gewarnt, den Welterbestatus zu entziehen. abenteuerreise-laos1 abenteuerreise-laos4 Für ein neues Hotel wird über Nacht und ohne Genehmigung ein altes Stelzenhaus abgerissen, restauriert wird schnell ohne Fachkenntnis und für uns am erschreckendsten, das Leben der Mönche wird arg gestört.
Wie soll dieses Leben erfüllt sein? Garantiert nicht jeden Tag inmitten von Fotolinsen und leicht bekleideten Touristinnen. Wenn 90% der vielen Begierigen Achtung vor der Kultur der Mönche erbringen, dann reichen die 10% schon aus, dieses zu stören. Sicher profitieren sie von der Aufmerksamkeit und den daraus folgenden Restaurierungen der Vats. Die allmorgendliche Allmosengang der Mönche wird für sie zum Spießrutenlauf! Touristen springen aus den Bussen und rennen wie beim WSV bei Karstadt auf die Mönche zu, um zu fotografieren. Ein Grund für uns, es zu lassen. In Ruhe finden wir anderer Orts auch Motive. abenteuerreise-laos6 abenteuerreise-laos7

Selten wird man belohnt aber diese Bilder von jungen Mönchen können wir mit freundlicher Genehmigung zeigen.

Wir hoffen nur, dass die Reisenden nicht meinen, mit Luang Prabang in Laos gewesen zu sein. Trotzdem ist Luang Prabang ein Muss und damit auch der Grund für alle Auswüchse dort. Die Retourkutsche durch das Gebirge ist uns bewusst und wir starten früh. Das Leben in den Bergen ist in vollem Gange, die Fahrt erfordert Konzentration. Ständig hüpfen die Hmong Kinder am Strassenrand herum, Hunde und Hühner, Schweine und Kühe …
In Vientiane reihen wir uns in das Treiben am Mekong Ufer ein und im Internet schlägt uns eine Nachricht ins Gesicht: Thailand schiebt 5000 Hmong nach Laos ab! Wo und wovon sollen sie hier leben?
Unsere Route am Mekong entlang führt uns an für den Truck unpassierbare Brücken, alle Nebenstrassen sind unbefestigt und als Belohnung an abgelegene Orte mit viel Charme und Natürlichkeit.

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