Wer die Burmesische Küche kennenlernen will, ohne nach Burma zu reisen, besucht den Markt in Mae Sot. Irgendwie gehört diese Stadt gar nicht mehr zu Thailand! Frösche in Netzen, gegrillte Vögel, frittierte Käfer …für Vegetarier Öko-Uta ein Problem, überall Fleisch, Eingeweide. Puk lenkt ab und erklärt einige Wurzeln und Früchte, Bethelnüsse.
Aal ähnliche Schlangen liegen in grossen Alu-Schüsseln im Wasser. Tom erklärt uns, dass das so eine Art Allesfresser ist und sie werden in verstopften Abflüssen eingesetzt, damit sie alles frei fressen…aha, wir glotzen erstaunt in die Schüssel, sollen wir das glauben?
Die ersten bettelnden Kinder in Thailand. Alle Farang werden intensiv bebettelt, weil wir in dem Moment ihnen gegenüber wirklich reich sind … man weiss dann gar nicht wohin mit sich. Auf den Strassen um den Markt ein Chaos! Fette Pik Ups, Holzkarren, Rikschas, überladene Fahrräder und Mofas, kleine LKW mit Gemüse bepackt, alle drängeln sich durch das Gewühl.
Mittendrin lungern Hunde, schlafen am Strassenrand, jucken sich die befallen Hautpartien. Man geht das Vega gut! Sehr schöne Dinge bauen einen dann wieder auf, Berge von Chilli, bündelweise Orchideen, bunte Farben an Obst- und Gemüseständen.
Heute kauft Puk besondere Dinge: Bananenstammscheiben, -Blätter, Blumen, Nägel? Am Vollmondtag Anfang November ist Feiertag Loy Krathong. Ende der Regenzeit und es wird das Lichterfest gefeiert. Aus den Bananenstrünken werden kleine geschmückte Boote, mit Kerzen und Räucherstäbchen auf Teichen und Flüssen als Opfergabe für die Wassergöttin ausgesetzt.
Puk und Uta sitzen in der Küche auf dem Boden und es ist, als ob zuhause die Adventskränze gebastelt werden, nur etwas anders eben. Puk amüsiert sich über Utas „Farang-Style“. Am Abend ist der Park mit dem See übervoll, die Leute, jung und alt, beten in dem kleinen Tempel. Hier sieht man deutlich den Unterschied zu Europa, die Religion ist hier mehr Teil des täglichen Lebens, auch bei jungen Leuten. Unzählige Kerzen schwimmen schon auf dem Wasser. Wünsche und Sehnsüchte werden mit den Booten losgeschickt.
Schön, dass wir selbst live dabei sein konnten, herzlichen Dank an Puk – kop khun khrap – mahk mahk !
Als Abschluss lassen wir einen Ballon steigen, der Flugverkehr über Thailand und Myanmar ist hoffentlich gewarnt, die Lichter in den Ballons sieht man weit oben am dunklen Himmel.
Den schönen Abend beenden wir mit einem „Kaffee im Park“. Wie ein botanischer Garten mit verzweigten Wegen zu einzelnen Inseln. Hier verkehren Leute mit Geld, ja die gibt’s überall. Für uns eher was zum Park ansehen, nicht wirklich gemütlich mit dieser Klientel und den ergebenen Kellnern.
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