Posts tagged ‘Myanmar’

Abenteuerreise Laos – zu den Hilltribes nach Muang Sing
Carlos | 31. März 2010 | 08:41

Hier im Norden leben in den Bergen sehr viele Hilltribes, Hmong, Khmu, Lue, Akha…viele Kulturen treffen sich hier an den Grenzen zu Myanmar, China und Vietnam. Sehr bekannt und auffällig mit ihrer Tracht sind die Akha, heut noch die Haupt-Opiumproduzenten wegen des hohen Eigenbedarfs und Abhängigkeit.

Abenteuerreise Laos – zu den Hilltribes nach Muang Sing Für einen kleinen, uns möglichen Einblick, fahren wir auf der abenteuerlichen und landschaftlich sehr schönen Strasse in Richtung Westen nach Muang Sing. Gleich hinter Luang Namtha werden auf allen möglichen Flächen Kautschukplantagen an den Hängen des Flusstales Nam Tha angelegt. Die Chinesen überzeugen hier wohl die Bauern, dass sie damit reich werden können. Nur an zu steilen und felsigen Stellen stehen noch relativ grosse Bäume und Dickicht. Dass hier noch das eine oder andere Tier im Wald lebt sehen wir daran, dass sie uns zum Verkauf ständig am Strassenrand angeboten werden. So was wie Eichhörnchen, Bisamratte, ein grosser Vogel war dabei.

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Abenteuerreise Laos – zu den Hilltribes nach Muang Sing Als wir eine längere Pause am Fluss verbrachten, wurden die Tiere schon etwas kleiner. Männer fischten im, durch die trockene Zeit, sehr flachen Wasser nach Mini Fischen. An derselben Stelle wurde etwas später ein LKW gewaschen, nachdem er sich fest gefahren hatte, alles kein Problem bei den Leuten hier! Mofas mit jungen Leuten rückten an und packten ihr Bier und Essen aus. Interessiert begrüssten sie uns und ich wurde auf ein Bier eingeladen. Vega lauert natürlich auf den Fisch, der gegrillt wurde, nur hier wird alles samt Augen genussvoll aus dem Tier gepult, mit Stäbchen versteht sich!

Uta ist in der Zeit bei Frauen aus einem Bergvolk zugange, die sich so langsam gebückt und im Wasser buddelnd den Fluss hinauf arbeiten. Netze werden in Strömungsrichtung vor die Steine gelegt und die werden dann alle aufgerüttelt, grosse und kleine, es werden wieder für uns fragliche Tiere frei gespült, grüne Würmer, Kaulquappen, Fischchen, Molche…

Abenteuerreise Laos – zu den Hilltribes nach Muang Sing Die Frauen und Kinder sind eher etwas scheu und Uta rüttelt fleissig an den grossen Steinen mit, um ihnen einige Fotos ab zu ringen. Es klappt nicht so recht, da sie scheinbar sich ihrer Sache etwas schämen, wenn ein paar Meter weiter grosse Fische von den Städtern gegrillt werden und sie im kalten Wasser wühlen müssen für ihr mageres Essen. Irgendwie stehen wir an einer Stelle im Fluss, die eine Hauptverkehrskreuzung ist, ein Jäger kommt vorbei und erfrischt sich im Fluss, überall sind Feuerstellen auf den kleinen Inseln, an deren Mineralien sich jetzt unzählige Schmetterlinge gütlich tun.

Abenteuerreise Laos – zu den Hilltribes nach Muang Sing Abenteuerreise Laos – zu den Hilltribes nach Muang Sing Kurz vor Muang Sing erklären sich uns die vielen Laster, teils mit chinesischen Kennzeichen: riesen Melonenfelder säumen die Strasse, Berge von Früchten, überall liegen aufgeplatzte Melonen herum, werden verladen, verkauft…wir nehmen zwei Stück für 20 cent. Vega freut sich, alte Geniesserin!

In Muang Sing- heut nichts mehr für uns zu erkennen von der Hautstadt eines Lue Fürstentums, durchstreifen wir nur kurz. Die Suppe jedoch ist ausgezeichnet. Kurz überlegen wir, ob wir weiter off road in die Berge fahren, um Hilltribes Dörfer zu besuchen, wir lassen es aber. Unterwegs begegnet uns eine Frau, von welchem Volk auch immer, und wir beschliessen daraufhin, die für uns umstrittene Sache, den Bergvölkern nach zu stellen, ruhen zu lassen.

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Abenteuerreise Thailand – bei den Langhals Frauen
Carlos | 19. März 2010 | 03:00

Abenteuerreise Thailand – bei den Langhals Frauen Vega sollen wir alle drei Tage baden und wir suchen einen klaren Fluss. Wir biegen zu den Susa Wasserfällen ab, weil der Weg öfters den Fluss quert. Wie immer werden da einige Kilometer Offroad draus aber bedankt mit einem idyllischen Badeplatz am Fluss, den wir dann natürlich auch gleich nutzen! Schmetterlinge suchen hier Mineralien, schillernde Käfer auch, eine Spinne findet Vegas Fressnapf interessant.

Am Eingang von Mae Hong Son stellen wir den Truck mit uns am Nachmittag ab, verzichten bei 39 Grad in der Wohnkabine auf Kaffee und sitzen mit gutem Internetzugang schwitzend da, duschen kalt, bis um 22 Uhr das Thermometer 27 Grad anzeigt und ans Schlafen zu denken ist.

Abenteuerreise Thailand – bei den Langhals Frauen Wir zögern in Mae Hong Son. In der Umgebung gibt es drei Doerfer, in denen Frauen des Paduang-Stammes aus Myanmar angesiedelt wurden, genannt Langhals Frauen. Bekannt sind sie mit den Metallringen um den Hals, um diesen zu verlängern. Reisebusse werden dorthin gekarrt und alle werden beguckt und fotografiert. Ok. Wir sind neugierig und hoffen, dass es vielleicht andere Wege gibt und wenn wir allein und unorganisiert kommen… Fehlanzeige! Die Schilder „Longneck Womens“ führen uns zu dem einen Eingang zum Pseudodorf, den es gibt, am Wat in Nai Soi vorbei.

Das Gute, wir sind fast allein und versuchen „freundliche Touristen“ zu sein. Wir machen natürlich Fotos, sehen beim Weben zu, kaufen ein kaltes Bier, ein Souvenir und beobachten, wie einige mit langen Stöcken umher laufen, um Zikaden mit der klebenden Spitze einzufangen und lebend aufzufädeln – zum Essen wurde uns bestätigt. Mulmig ist uns schon irgendwie, als wir das gestellte Dorf verlassen, die Abkühlung bei der Flussquerung ist auch gleich wie Reinwaschen als gaffender Tourist.

Abenteuerreise Thailand – bei den Langhals Frauen Abenteuerreise Thailand – bei den Langhals Frauen Abenteuerreise Thailand – bei den Langhals Frauen

Durch die Berge schlängeln wir den Truck wieder Richtung Chiang Mai. Pässe um die 1200 Meter, Dörfer mit Trachten tragenden Frauen und Felder in den Tälern und an den Hängen, Brandrodung und Flüsse mit wenig Wasser jetzt zur Trockenzeit, blühende aber blätterlose Bäume… heiss am Tag und ab 21 Uhr angenehm kühl. Wir ahnen im ständigen Dunst der thailändischen Berge den Doi Inthanon, den höchsten Berg Thailands mit 2565 Metern, gern hätten wir hier ein Panoramabild eingefügt, wir stehen diese Nacht auf 1600 m und sehen nichts …

Reiseberichte Asien – Border Run nach Burma
Carlos | 13. Dezember 2009 | 13:30

Da wir nun schon fast drei Monate in Thailand sind und Burma quasi im Sichtbereich liegt, machen wir noch einen Visa Run. Ein Grund, die Friendship Bridge „Mae Nam Moei“ nach Burma zu überqueren und einen kleinen Eindruck zu gewinnen. reiseabenteuer-burma - friendship bridge mae nam moei

Diese Brücke ist eigentlich Bestandteil des Projektes „Pan Asia Highway“, ist aber immer noch für den internationalen Verkehr gesperrt. Da wir sowieso nicht mit dem Truck einreisen dürfen, müssen wir also per pedes die Brücke überqueren. In der Mitte der Brücke, wir stehen nun genau über dem Moei River, sehen wir wie die Asiaten hier den „kleinen Grenzverkehr“ verstehen. reiseabenteuer-burma - die friendship bridge „mae nam moei“

LKW Reifen dienen als Fähre und alle und alles wird über den Fluss und Grenze transportiert, Menschen, Kartons, Fahrräder … Kräftige Männer paddeln und schwimmen mit den Reifen kontrolliert ans andere Ufer, lassen aussteigen und schleppen sie dann gegen die Strömung wieder zurück. reiseabenteuer-burma - kleiner grenzverkehr Der Verkehr in beiden Richtungen ist erstaunlich. Niemand kümmert es, die Brücke mit dem Kontrollposten nur für uns?

Sehr viele Ausländer betreten beim Visa Run wahrscheinlich nicht den Boden von Burma, wir werden sofort umzingelt und von Rikschafahrern verfolgt. Etwas anders ist es hier doch in Myawaddy, so heißt die Stadt, obwohl wir nicht im wirklichen reiseabenteuer-burma - unterwegs armen Burma sind, hier blüht das Grenzgeschäft. Wir bummeln die Hauptstrasse entlang bis zu einem Stupa. Wir können in einige kleine Gassen blicken, Wasser wird gerade in kleinen Tanks angeliefert, also kein fliessend Wasser.

Um es mal auszuprobieren, lasse ich mir eine Bethelnuss einwickeln, sie soll die Gedanken schnell und die Zähne rot machen … oh Gott ist das eklig. Angewidert fliegt das Teil aus dem Mund und beim Lachen der umstehenden wird zumindest klar, das der zweite Teil stimmt, aus den lachenden Mündern blitzen mir all samt rote Zähne entgegen.

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Neugierig biegen wir in eine schmale Marktgasse ein. Ähnlich wie in Mae Sot, nur kleiner und etwas schmuddeliger. Ein Stand folgt dem anderen, mal groß mit einer mitten unter dem Fleisch sitzenden Frau die mit einem Wedel den aussichtslosen Kampf mit den Fliegen aufgenommen hat, mal klein, dann sitzt der oder die Besitzern vor der Auslage auf dem Boden. Es riecht ordentlich nach getrocknetem Fisch, aber es ist schon sehr interessant welch unterschiedliche Fische hier verkauft werden. Und in welchen Massen. Die Waren sind im Vergleich zu Thai Märkten deutlich mehr Chinesisch geprägt, ich sehe den gleichen Billig Schrott wie in Afrika.

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Zum Abschluss unserer Stippvisite in Burma gönnen wir uns noch einen Kaffee und ich kann die Geldwechsler beobachten, ganze Packen mit Geld sind da auf dem Tisch, werden gezählt und zu Bündeln gepackt weggetragen und wieder andere liefern Gelder in Säcken an. Ob da alles mit rechten Dingen zugeht? reiseabenteuer-burma - geldwechsler

Am Kontrollposten auf der Myanmar Seite nehmen wir wieder Platz, damit wir für die Kamera an der richtigen Stelle postiert sind. Sehr nett werden uns die Pässe gereicht und die Stempel gezeigt, einen guten Weg und auf Wiedersehen! Als wenn wir gerade ein Cafe verlassen. Von der Brücke aus fotografieren wir den Moei Markt auf Thailändischer Flussseite. Das Militär hat den Uferbereich „bereinigt“ und das Buschwerk abgebrannt, in dem sonst die Burmesen hausen müssen. Wir bekommen einen neuen Stempel in den Pass gedrückt und können somit wieder drei Monate in Thailand bleiben.

Reiseberichte Asien – Märkte, Kinder und Loy Krathong
Carlos | 5. Dezember 2009 | 07:04

Wer die Burmesische Küche kennenlernen will, ohne nach Burma zu reisen, besucht den Markt in Mae Sot. Irgendwie gehört diese Stadt gar nicht mehr zu Thailand! Frösche in Netzen, gegrillte Vögel, frittierte Käfer …für Vegetarier Öko-Uta ein Problem, überall Fleisch, Eingeweide. Puk lenkt ab und erklärt einige Wurzeln und Früchte, Bethelnüsse.

Aal ähnliche Schlangen liegen in grossen Alu-Schüsseln im Wasser. Tom erklärt uns, dass das so eine Art Allesfresser ist und sie werden in verstopften Abflüssen eingesetzt, damit sie alles frei fressen…aha, wir glotzen erstaunt in die Schüssel, sollen wir das glauben?

Die ersten bettelnden Kinder in Thailand. Alle Farang werden intensiv bebettelt, weil wir in dem Moment ihnen gegenüber wirklich reich sind … man weiss dann gar nicht wohin mit sich. Auf den Strassen um den Markt ein Chaos! Fette Pik Ups, Holzkarren, Rikschas, überladene Fahrräder und Mofas, kleine LKW mit Gemüse bepackt, alle drängeln sich durch das Gewühl.

Mittendrin lungern Hunde, schlafen am Strassenrand, jucken sich die befallen Hautpartien. Man geht das Vega gut! Sehr schöne Dinge bauen einen dann wieder auf, Berge von Chilli, bündelweise Orchideen, bunte Farben an Obst- und Gemüseständen.

Heute kauft Puk besondere Dinge: Bananenstammscheiben, -Blätter, Blumen, Nägel? Am Vollmondtag Anfang November ist Feiertag Loy Krathong. Ende der Regenzeit und es wird das Lichterfest gefeiert. Aus den Bananenstrünken werden kleine geschmückte Boote, mit Kerzen und Räucherstäbchen auf Teichen und Flüssen als Opfergabe für die Wassergöttin ausgesetzt.

Puk und Uta sitzen in der Küche auf dem Boden und es ist, als ob zuhause die Adventskränze gebastelt werden, nur etwas anders eben. Puk amüsiert sich über Utas „Farang-Style“. Am Abend ist der Park mit dem See übervoll, die Leute, jung und alt, beten in dem kleinen Tempel. Hier sieht man deutlich den Unterschied zu Europa, die Religion ist hier mehr Teil des täglichen Lebens, auch bei jungen Leuten. Unzählige Kerzen schwimmen schon auf dem Wasser. Wünsche und Sehnsüchte werden mit den Booten losgeschickt.

Schön, dass wir selbst live dabei sein konnten, herzlichen Dank an Puk – kop khun khrap – mahk mahk !


Als Abschluss lassen wir einen Ballon steigen, der Flugverkehr über Thailand und Myanmar ist hoffentlich gewarnt, die Lichter in den Ballons sieht man weit oben am dunklen Himmel.

Den schönen Abend beenden wir mit einem „Kaffee im Park“. Wie ein botanischer Garten mit verzweigten Wegen zu einzelnen Inseln. Hier verkehren Leute mit Geld, ja die gibt’s überall. Für uns eher was zum Park ansehen, nicht wirklich gemütlich mit dieser Klientel und den ergebenen Kellnern.
abenteuerreise thailand -lokal




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