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Abenteuerreise Asien – Si Phan Don – 4000 Inseln im Mekong
Carlos | 5. Februar 2010 | 09:05

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Die Überfahrt mit der Ponton Fähre ist was für Statiker, wie das so alles mit uns als Last schwimmen kann! Das Staunen ist wieder enorm, wie auch der Preis, der erst durch heftige Wehr halbiert werden kann.

Unsere hohen Erwartungen an die freundliche Inselwelt wurden durch das Zitat “nicht im geringsten unbemerkenswert“ geweckt. Neugierig auf die Mekongwelt rollen wir von Muang Khong aus, an einer herrlichen alten Kolonialvilla vorbei, Richtung Nordzipfel. Am Zipfel gibt es Strände und dort lassen ehemalige Staatschefs ein überdimensionales Resort errichten. Mal wieder in die Hose gegangen der Grössenwahn denken wir und meinen, hier ist alles still gelegt. Doch da flackert der obligatorische Bildschirm hinter einer riesen Glasfront! Eine sehr nette englisch sprechende Frau ruft ihren Mann, der hier den Manager macht und wir dürfen gern hier zwischen Baustelle und dicken Busparkplätzen unter dem Baum parken.

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Wie immer fragen wir als Entgegenkommen, dass wir gern das Angebot der Küche nutzen würden und „Oui, naturelement“ werden zu 19 Uhr bestellt, er war 20 Jahre lang in Frankreich!

Strand heisst für den Europäer baden und das Mekongwasser zwischen den Ponton war glasklar. Handtuch schnappen und los, Vega rennt mit Wasser in Sicht vorn weg. Andererorts belegen fremde Liegestühle den Strand, hier sind es die Wasserbüffel! Vega grummelt schon in der Brühe rum, als wir alles genau realisieren! Genau hier an diesem durchaus beschaulichen Strand kann man nicht baden zwischen den Hinterlassenschaften der vielen grunzenden Büffel. Unsere eigene Dusche ist die Rettung.

Das Resort hat zwei eigene Hunde, mit denen Vega sich anfreundet und mit ihnen den Schattenplatz am Haus teilt. Dass wir die einzigen Gäste, vielleicht seit längerer Zeit waren, merken wir beim Auftischen. Erst als die drehbahre Glasplatte auf dem 8 Personentisch voll ist, ermahnen wir, dass wir nur zu zweit sind! Nach dem opulenten Mahl – wir haben entgegen unserer Gewohnheit nicht alles aufgegessen – und einer längeren netten Unterhaltung in „Franglisch“, reicht die Energie nur noch zum Schlafen.

Was klappert denn da draussen? Oh, die Baustelle ist doch nicht lahm gelegt! Wir verstehen zwar nicht ganz warum, aber es wird noch ein 60-Zimmer Hotel aufgebaut … Wir dürfen noch gern unsere Wassertanks befüllen und wir werden winkend verabschiedet. Danke!

abenteuerreise laos -  si phan don – 4000 inseln im mekong abenteuerreise laos -  si phan don – 4000 inseln im mekong Wir verbringen noch einige Tage auf der Insel, da die Atmosphäre hier wirklich angenehm ist. Unterhalten uns mit netten Leuten, viele Deutsche verweilen hier. Kinder ärgern uns, wir nutzen die Waschkunst der Inselfrauen, besuchen einen total verdreckten Markt, junge Mönche beobachten wir und sie uns und letztendlich den Preis für die Mekong Überfahrt kennen wir ja nun!

Unser lang ersehntes Bad im Mekong – Mutter aller Flüsse- bekommen wir am Khon Phapheng Wasserfall direkt an der Grenze nach Kambodscha. An dieser Stelle starb damals die Hoffnung der Franzosen, den Mekong von China bis Vietnam zu beschiffen. Unmengen an Touris werden über die Aussichtsplattform geschleust, dann durch die eifrigen Händler mit stinkendem Fisch, Fröschen und T-Shirts geschickt.
Mit Vega suchen wir abgelegen ein schattiges Plätzchen und – das Wasser ist erstaunlicherweise nach tausenden Kilometern „kläranlagenfreie Nutzung“- glasklar fürs Auge, genauer wollen wir es lieber auch nicht wissen und lassen uns drei kühlend durchspülen kurz vor dem wirklich imposanten Fall einige Meter hinter uns in die Tiefe fällt..

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Abenteuerreise Asien – Savannakhet und wichtige Leute in Laos
Carlos | 25. Januar 2010 | 18:01

Diese Stadt, Grenze zu Thailand, ist uns nicht wohl gesonnen. Die Polizei hält uns an, als wir uns in der Nähe der Brücke über den Mekong befinden. Der Markt – mit übrigens sehr viel Tabak – ist sehr verdreckt und wir haben das Gefühl, die Frauen wollen uns nichts verkaufen. Auch ein Lächeln und freundliches „Sabeidii“ helfen nicht. Trotzdem erstehe ich ein halbes Kilo Tabak, für 9.000 Kib, etwa 70 Eurocent, sagenhaft!

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Für die Nacht fahren wir zum 8000 ha grossen Schutzgebiet Dong Natad. Vor dem eingezäunten Wald ist ein freier, sandiger Platz, ein Häuschen, alles ruhig und total verlassen. Ein Mopedfahrer kommt morgens angefahren, die MP trägt seine Frau, beide blicken finster. Im Häuschen nimmt der Kerl Platz und winkt, ich soll kommen. Ich mochte das noch nie, heran gewunken zu werden. Er zeigt mir seinen Ausweis und will meinen, ich will auch viel, und so muss er verzichten. Ungehalten fährt er davon, droht uns eindeutig und wir brechen das Frühstück ab, um die Lage nicht auf die Spitze zu treiben.
Unter Beobachtung biegen wir zum That Ing Hang ab, eine der bedeutendsten Pilgerstätten in Laos. Ich ziehe eine lange Hose an und Uta bekommt gegen Gebühr einen sin übergestreift. Buddha soll hier einst müde an einem Baum gelehnt haben. Auch hier alle sehr unmotiviert und nicht einladend. Wir verlassen so schnell es geht diese Gegend.

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Zwischen Wasserbüffeln, grunzenden Schweinen und Hühnern abgelegen von den Städten, sind uns die Leute lieber. Neugierig staunend, von der Arbeit gezeichnet arm aber lächelnd. Nach 10 km Abenteuer Off Road sind wir am verfallenen „Stone House“ Heuan Hin von den Khmer aus dem 6. Jh. am Mekong angekommen. Freitagabends und alle Händler bauen den Markt fürs Wochenende auf. Gebrabbel, Feuerstellen, Hunde, Kinder …ein Junge stürzt mit seinem Fahrrad und das Gebrüll geht ab! Blutiger Fuss, ein Mann wickelt einen total verdreckten Lappen darum, noch mehr Geschrei! Kann ich ja nicht mit ansehen und renne zum Truck. Alle total in Aufregung! Steril verpackt und desinfiziert hört das Heulen vor Staunen auf und wir haben damit den sichersten Platz der Welt in dieser Nacht! Diese war leider nicht sehr lang. Einige Händler schlafen nur unter Planen und im Moment wird es sogar im Truck nachts kalt (ähm, wir empfinden 15 Grad, Plus wohlgemerkt, als sehr kalt). Gegen 5 Uhr, Husten und qualmendes Feuer wecken uns, als wir verpennt aus dem Fenster luken, Gekicher, Farang!

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abenteuerreise laos, savannakhet und that ing hang Wir öffnen das Kapitel Südlaos. Uns fällt auf, dass an den Strassen immer weniger Obst und Gemüse verkauft wird, weniger Gärten, alles um die Hütten ist abgeholzt, kahl und öde. In einigen Tälern mit viel Wasser wird der junge Reis schon gepflanzt, einige Kilometer weiter noch alles trocken und dient als Weide für die Rinder oder ist sauber abgebrannt, wohl so was wie bei uns das Pflügen. Hier lungern einige zwischen Müll und Staub, da hacken andere fleissig im kleinen Garten und schleppen Wasser, flechten Körbe. Wie überall auf der Welt, einer müht sich, der andere nicht. Es laufen Unmengen an Schweinen, Kühen, Wasserbüffel und Geflügel umher, meist auf der Strasse und so kommt beim Fahren keine Langeweile auf.

Abenteuerreise Asien – Tad Leuk Wasserfall und 6 km lange Höhle
Carlos | 21. Januar 2010 | 04:44

Nach einigen Kilometern im Phou Khao Nationalpark kam die Frage auf, ob wir heute eine abenteuerliche Off Road Tour geplant hatten? Die Sahne im Kühlschrank war geschlagen, als wir am Tad Leuk Wasserfall ankamen.

Viele Trekkingtouren führen durch den Park, wir beschränken uns auf mini Abschnitte davon mit Vega als Guide. Wir baden im Nam Leuk, bestaunen die vielen Löcher, die das Wasser in den Stein gewaschen hat und im Abendlicht die Brettwurzeln im dichten Wald. Die Ruhe hier lässt uns einige Nächte bleiben, genug Beerlao ist im Kühlschrank. Das kann man sich dann so vorstellen, wie der Marlboro Man im Kino …nur eben mit laotischem Bier und Pfeife.

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Der HW 13 bringt uns wieder an den Mekong zurück. Wirklich imposant diese Grösse und wenn man ständig breite Flüsse überquert, die ihn immer mehr mit Wasser speisen!

Da wir unterwegs nicht gerade zu übersehen sind, werden wir von Farang und natürlich speziell von Deutschen oft angesprochen. Ab und zu springen gute Tipps für uns dabei heraus: Höhle Tham Kong Lo. Unter dem teils 700 m hohen Massiv hat sich der Nam Hinboun über 6 km einen Weg gegraben. Mit einem der Boote, die man mit Führer mietet, fuhren wir in die Dunkelheit ein, durch Hallen, bis zu 100 m hoch und 60 m breit. Unterwegs machen wir eine Pause und ein Schalter im Sicherungskasten, der hier ein totaler Fremdkörper ist, wird umgelegt: boh, Unmengen von Tropfsteinen, meterhoch, werden bunt angestrahlt.

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abenteuerreise laos - tad leuk, tham kong lor abenteuerreise laos - tad leuk, tham kong lor Nach einer Stunde fahren wir aus der Höhle wieder in die Sonne. Pause zum Taschenlampen abkühlen und Hosen trocknen. Natürlich wurden hier Imbissstände aufgebaut! Da wir Vega nicht lange warten lassen wollen, fahren wir bald wieder zurück in die Geisterwelt. Muss schon irre gewesen sein für die, die sich als erste durch diesen Schlund getraut haben. Wir sind beeindruckt. Der Meister an der Schranke zum Parkplatz kann es, wie sollte es anders sein, nicht fassen, dass wir dort stehen bleiben wollen und rollt abends mit seinem Rad kopfschüttelnd heim. Trotzdem wir im Nationalpark stehen, hören wir noch lange die Kettensägen heulen. Oft kommt uns der Regenwald auf dem Highway entgegen. Riesige Baumstämme auf Trucks, die kein Laotisches Kennzeichen haben. Laos lässt sich in vielen Bereichen auf hitzige Geschäfte ein, weil Geld gebraucht wird.

abenteuerreise laos - tad leuk, tham kong lor abenteuerreise laos - tad leuk, tham kong lor Eine nötige Reparatur am Tisch hat uns Ausschau nach einem Schweissgerät halten lassen. Schnell ist eine Hütte gefunden und die ganze Familie ist zum Gucken sofort am Truck. Chaos in seiner Werkstatt, wenn man es so nennen kann! Nicht schlecht staunt er über mein Werkzeug, dass ich auspacke. Schweissen kann er gut und fix, Tisch ist wieder feststellbar. Wir zücken einen Obolus und alle sind zufrieden.

abenteuerreise laos - tad leuk, tham kong lor abenteuerreise laos - tad leuk, tham kong lor Viele Tabakfelder säumen die Strasse, meiner geht langsam zur Neige, wir sollten auf dem nächsten Markt auf Suche gehen. Wir sehen uns ein Räuchersilo an.

Ein kühles Bad in der Nähe von Thakhek macht uns das Reisen auf dem HW 13 Richtung Süden etwas leichter. Und die Welt ist klein, am Badeplatz treffe ich einen, mit dem ich schon vor Jahren auf dem Inn gepaddelt bin. Grüße an Nana und Manni von der Kanuschule Noris.

Immer die Sonne mitten ins Gesicht! Auch ein Winter in Laos ist etwas anders als gewohnt, für uns, die Laoten tragen dicke Jacken.

Abenteuerreise Laos – Luang Prabang Für und Wider, zurück nach Vientiane
Carlos | 20. Januar 2010 | 05:11

Aber auch Kritik ist angebracht an all dem touristisch Schönen. Und das hat nichts mit erhobenem Zeigefinger zu tun, man kann diesen schlecht heben wenn man er selbst ist. Aber wir finden, es sollte schon bemerkt werden und im Handeln Beachtung finden.
Laos ist ein armes Land. Für den Preis eines Glas Weines, das wir in Luang Prabang stilecht trinken, arbeiten Laoten 20 Meter entfernt eine Woche lang am Strassenrand. Auch unterwegs ist uns aufgefallen, wer hier Geld hat, der protzt.

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Neben der letzten ärmlichen Hütte steht eine Villa, wie man sie auch in Europa suchen muss, mit einem Mercedes SLK im Carport. Als wir unsere Wäsche aus der Laundry abholen, tingeln wir noch etwas durch abgelegene Gassen. Hier hausen die, von denen die Touris bekocht und bewaschen werden. Rinnsale fliessen Richtung Mekong und Nam Khan, auch das chemische Abwasser unserer nun schwer parfümierten Wäsche gluggert hier irgendwo ungeklärt ins Nirgendwo.
Unesco hat nach Untersuchungen in Luang Prabang damit gewarnt, den Welterbestatus zu entziehen. abenteuerreise-laos1 abenteuerreise-laos4 Für ein neues Hotel wird über Nacht und ohne Genehmigung ein altes Stelzenhaus abgerissen, restauriert wird schnell ohne Fachkenntnis und für uns am erschreckendsten, das Leben der Mönche wird arg gestört.
Wie soll dieses Leben erfüllt sein? Garantiert nicht jeden Tag inmitten von Fotolinsen und leicht bekleideten Touristinnen. Wenn 90% der vielen Begierigen Achtung vor der Kultur der Mönche erbringen, dann reichen die 10% schon aus, dieses zu stören. Sicher profitieren sie von der Aufmerksamkeit und den daraus folgenden Restaurierungen der Vats. Die allmorgendliche Allmosengang der Mönche wird für sie zum Spießrutenlauf! Touristen springen aus den Bussen und rennen wie beim WSV bei Karstadt auf die Mönche zu, um zu fotografieren. Ein Grund für uns, es zu lassen. In Ruhe finden wir anderer Orts auch Motive. abenteuerreise-laos6 abenteuerreise-laos7

Selten wird man belohnt aber diese Bilder von jungen Mönchen können wir mit freundlicher Genehmigung zeigen.

Wir hoffen nur, dass die Reisenden nicht meinen, mit Luang Prabang in Laos gewesen zu sein. Trotzdem ist Luang Prabang ein Muss und damit auch der Grund für alle Auswüchse dort. Die Retourkutsche durch das Gebirge ist uns bewusst und wir starten früh. Das Leben in den Bergen ist in vollem Gange, die Fahrt erfordert Konzentration. Ständig hüpfen die Hmong Kinder am Strassenrand herum, Hunde und Hühner, Schweine und Kühe …
In Vientiane reihen wir uns in das Treiben am Mekong Ufer ein und im Internet schlägt uns eine Nachricht ins Gesicht: Thailand schiebt 5000 Hmong nach Laos ab! Wo und wovon sollen sie hier leben?
Unsere Route am Mekong entlang führt uns an für den Truck unpassierbare Brücken, alle Nebenstrassen sind unbefestigt und als Belohnung an abgelegene Orte mit viel Charme und Natürlichkeit.

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