Vega stellt sich in Chiang Mai noch mal in der Tierklinik vor und lässt sich für das nächste Jahr teures Shampoo verschreiben, Frau eben. Die Stadt ist im März sehr heiss und dicke Luft, es hält uns nicht lange dort, eine Nacht klar gesagt, auf einem Hotelparkplatz.
Das Goldene Dreieck kennen wir alle aus Filmen, Büchern und wirren Geschichten über Opium. Hier heisst es „Sob Ruak“ und es werden drei viertel des weltweiten Opiums produziert, das meiste in Burma. Auf dem Weg dorthin benutzen wir Nebenstrassen der Nebenstrassen, was wieder zu zwei schönen Plätzen führt und Lisu Hilltribes in den Truck gucken lässt.
Ein abgelegenes Elefantencamp mit überaus netten Menschen, was uns zu einem längeren Shooting mit den Elefanten anhält, Vega wird in der Zeit vom Mahout gefüttert, will da nicht mehr weg! Solche Versuche, Elefanten und Menschen eine Grundlage zu geben, würden wir sicher gern überall unterwegs begleiten und unterstützen, dann würde die Reise aber bis an unser Lebensende dauern!
Das andere „Faule Ei“ ist ein Hot Spring. Ohne Brille und Nachfragen hätten wir den Abzweig auch nicht gefunden. Ganz allein stehen wir neben einem dampfenden Brunnen und hoffen, dass unsere „Kochwäsche“, die unter dem Pavillon baumelt, nicht zu sehr den Schwefelgeruch angenommen hat.
Da ist nun der Punkt, wo sich Thailand, Burma und Laos treffen – das Goldene Dreieck, wo der Mae Sai River in den Mekong fliesst. Hotels, Resorts, Markt, Gastro… der Tourismus pur. Der übliche Dunst hängt auch hier in der Luft und Fotos machen ist fast unmöglich.
Eine Alternative ist die Opium Hall – ein super modernes Museum über alles, was mit Opium und deren Geschichte zu tun hat. Den Eintrittspreis haben wir nicht bereut und wir wissen nun wenigstens, wie Opium geerntet und bearbeitet wird!
Der Rundgang endet am anderen Ende des Gebäudes und wir lassen schon die Arme hängen, weil wir bis zum Truck rund um die Parkanlage mit Seen wandern müssten… schon steht das Opium Hall Taxi da und weiss ohne zu fragen, dass wir zum grossen Rod Baan gehören und wir werden hin chauffiert.
Abgelegen von dem Trubel bummeln wir über einen Nachtmarkt und kaufen spicy Abendmahl, der Truck steht im Hafen direkt am Mekong und im Dunkeln erwacht gegenüber in Laos das Nachtleben mit buntem Licht und Show a la L.A.
Hoch über einer Schleife vom Mekong ist eine Thai-Fahne geflaggt und ein Mann mit Tochter halten dort die Stellung, natürlich auch Hund, der gleich Vega ins Herz schliesst und Hühner, die im Pinienwald scharren. Wieder hätten wir hier ein Foto eingestellt… aber keine Sicht, wie die letzten Wochen in den Bergen.
Der letzte Tag in Thailand!
In Chiang Khong parken wir hinter einem Wat an der Uferpromenade, hier ist der Mekong Grenzfluss zu Laos. Weil wir Farang sind, dürfen wir hier parken, Touristen stehen in Thailand hoch im Kurs. Wir freuen uns gerade über einen starken kühlen Wind, der durch die Moskitonetze weht, da wird er zum Sturm und dicke Regentropfen werden am Dachfenster zerstaubt. Der erste Regen seit November letzten Jahres! Und gleich ein richtiger Guss! Wir haben uns wieder eingkriegt und einer pocht an die Tür, krakelt halb englisch, halb Thai und ist total besoffen – ein Typ in Uniform mit Polizeiaufschrift! Er labert ewig rum und torkelt durch die Gegend, bis er auf sein Moped steigt und weg fährt – Thailand live in der letzten Nacht!
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