Wir überqueren den Mekong über eine der wenigen Brücken, die über die Mutter aller Wasser in Kambodscha existieren, von den Japanern gebaut. Jetzt können wir uns auch erklären, warum erst jedes zehnte Auto KEIN Toyota Camry ist ![]()
Phnom Penh – auch wenn die Capital City von Kambodscha mit ihrem Flair, reicher Kultur und super Einkaufsmöglichkeiten alle Touristen begeistert, hat sie in den Gassen und Vororten grosse Armut und Müll. An den Ufern des Tonle Sap, kurz bevor er in den Mekong mündet, sitzen wir im 5 Sterne Hotel Cambodiana und krümeln genussvoll europäisch Croissants. Der Truck steht auf dem schattigen Parkplatz, versorgt mit Wasser und Strom. Wie stellt man das an? Man schickt Uta zum Fragen. Sie lässt sich weder von den Damen an der Rezeption noch vom entsetzten Concierge abwimmeln.
Und beim weltoffenen Manager ist dann alles „kein Problem“. Der Platz ist für Vega-Gassi in einer Grosstadt ideal. Nebenan ist eine riesige, noch unbebaute Fläche, auf der einige Obdachlose hausen und Vega hat Ausgang bis zum Mekong.
Die neuen Varianten von Hinweisschildern – nur Pfeile, ohne Beschriftung lassen uns Auskenner nicht versagen und wir erreichen südlich von Phnom Penh die Gedenkstätte “Killing Fields“. Unter Pol Pot wurden hier Tausende gequält und ermordet, Kinder erschlagen, in Massengräbern verscharrt.
Phnom Penh ist riesig, kosmopolitisch und heiss. Zu heiss, um Vega allein im Truck warten zu lassen und nach zwei Tagen zieht es uns an die Küste. Die Strassen gleichen Wüsten Off Road. Ansehen wollen wir uns Kep, ein mehrmals neu aktiviertes altes Seebad. Das Wasser ist verdreckt und der Ort ist alles in allem; alt und neu, gemütlich und kalt, reich und arm… von den Polizisten werden wir sofort höflich inspiziert und ein Platz für die Nacht wird uns gezeigt.
Am Morgen brechen wir sofort auf nach Sihanoukville, wir wollen baden im Golf von Thailand! Unterwegs beobachten wir, wie Autofahrer vor uns unaufgefordert Geld aus dem Auto reichen und als der gekaufte Polizist uns sieht, dreht er sich ganz unauffällig weg.
Tom aus Mae Sot hat uns den Otres Beach empfohlen und nach langem Suchen stehen wir neben der Solar Bar bei Thor aus Deutschland und machen hier 12 Tage lang puren Strandurlaub, wie er im Buche steht! Wir lernen hier Jochen und Christina aus Esslingen, auch mit ihrem Truck in Asien unterwegs, kennen, trinken mit reisenden Franzosen ein Bier und baden im glasklaren Salzwasser, lassen uns von Hundefreundin Heike Pancakes machen…
Die Zeit vergeht wie im Fluge. In einem Reisebüro holen wir bei der Abfahrt unsere Pässe mit dem beantragten Chinavisa ab, ein super Service. Wir hoffen, es steht dem nichts im Weg und wir beginnen am 25. März mit zwei weiteren Autos im Konvoi die Reise durch China und Tibet für festgelegte 24 Tage.
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