Diese Stadt, Grenze zu Thailand, ist uns nicht wohl gesonnen. Die Polizei hält uns an, als wir uns in der Nähe der Brücke über den Mekong befinden. Der Markt – mit übrigens sehr viel Tabak – ist sehr verdreckt und wir haben das Gefühl, die Frauen wollen uns nichts verkaufen. Auch ein Lächeln und freundliches „Sabeidii“ helfen nicht. Trotzdem erstehe ich ein halbes Kilo Tabak, für 9.000 Kib, etwa 70 Eurocent, sagenhaft!
Für die Nacht fahren wir zum 8000 ha grossen Schutzgebiet Dong Natad. Vor dem eingezäunten Wald ist ein freier, sandiger Platz, ein Häuschen, alles ruhig und total verlassen. Ein Mopedfahrer kommt morgens angefahren, die MP trägt seine Frau, beide blicken finster. Im Häuschen nimmt der Kerl Platz und winkt, ich soll kommen. Ich mochte das noch nie, heran gewunken zu werden. Er zeigt mir seinen Ausweis und will meinen, ich will auch viel, und so muss er verzichten. Ungehalten fährt er davon, droht uns eindeutig und wir brechen das Frühstück ab, um die Lage nicht auf die Spitze zu treiben.
Unter Beobachtung biegen wir zum That Ing Hang ab, eine der bedeutendsten Pilgerstätten in Laos. Ich ziehe eine lange Hose an und Uta bekommt gegen Gebühr einen sin übergestreift. Buddha soll hier einst müde an einem Baum gelehnt haben. Auch hier alle sehr unmotiviert und nicht einladend. Wir verlassen so schnell es geht diese Gegend.
Zwischen Wasserbüffeln, grunzenden Schweinen und Hühnern abgelegen von den Städten, sind uns die Leute lieber. Neugierig staunend, von der Arbeit gezeichnet arm aber lächelnd. Nach 10 km Abenteuer Off Road sind wir am verfallenen „Stone House“ Heuan Hin von den Khmer aus dem 6. Jh. am Mekong angekommen. Freitagabends und alle Händler bauen den Markt fürs Wochenende auf. Gebrabbel, Feuerstellen, Hunde, Kinder …ein Junge stürzt mit seinem Fahrrad und das Gebrüll geht ab! Blutiger Fuss, ein Mann wickelt einen total verdreckten Lappen darum, noch mehr Geschrei! Kann ich ja nicht mit ansehen und renne zum Truck. Alle total in Aufregung! Steril verpackt und desinfiziert hört das Heulen vor Staunen auf und wir haben damit den sichersten Platz der Welt in dieser Nacht! Diese war leider nicht sehr lang. Einige Händler schlafen nur unter Planen und im Moment wird es sogar im Truck nachts kalt (ähm, wir empfinden 15 Grad, Plus wohlgemerkt, als sehr kalt). Gegen 5 Uhr, Husten und qualmendes Feuer wecken uns, als wir verpennt aus dem Fenster luken, Gekicher, Farang!
Wir öffnen das Kapitel Südlaos. Uns fällt auf, dass an den Strassen immer weniger Obst und Gemüse verkauft wird, weniger Gärten, alles um die Hütten ist abgeholzt, kahl und öde. In einigen Tälern mit viel Wasser wird der junge Reis schon gepflanzt, einige Kilometer weiter noch alles trocken und dient als Weide für die Rinder oder ist sauber abgebrannt, wohl so was wie bei uns das Pflügen. Hier lungern einige zwischen Müll und Staub, da hacken andere fleissig im kleinen Garten und schleppen Wasser, flechten Körbe. Wie überall auf der Welt, einer müht sich, der andere nicht. Es laufen Unmengen an Schweinen, Kühen, Wasserbüffel und Geflügel umher, meist auf der Strasse und so kommt beim Fahren keine Langeweile auf.
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