Das Fahren auf der falschen Strassenseite ist für mich nicht wirklich ein Problem, es wir erst zu einem, wenn die Thailänder/innen um die Kurve fahren, die für sie eher eine Gerade bedeutet. Egal ob in der Stadt oder in den Bergen werden Kurven geschnitten ohne Skrupel.

Na gut, nach 100.000 Km in Afrika und insbesondere in Nigeria, Lagos, schockt mich das nicht sonderlich. Aber bis jetzt hatte man zumindest Respekt vor meinem Truck.

Die Thailänder jedoch sind konsequent. Einmal halb auf meine Strassenseite gefahren bleiben sie da, egal ob ihnen da 8 Tonnen entgegenrollen, eben konsequent. Oder Buddhisten.

Die grosse Gefahr für uns Farangs besteht darin, dass bei Unfällen immer erstmal der Ausländer Schuld hat. Thais lieben Thais, so der Spruch. Aber das finde ich schon in 0rdnung. Deshalb habe ich auch eine Versicherung abgeschlossen.


Die Strassen im Allgemeinen sind in Thailand gut. Die Beschilderungen auch, vorausgesetzt man beherrscht Tahi. Etwas gewöhnungsbedürftig jedoch, manchmal folgt der angezeigte Abzweig nach 300 Metern und ein anderes Mal nach 3 Kilometern. Gefahren lauern ständig in unerwarteten Schlaglöchern. Bei Touren in abgelegene Gebiete, ist natürlich mit keinem befestigten Weg zu rechnen und man sollte die Dichte der Tankstellen checken.

Die Augen werden immer größer, die Tankanlage zeigt knappe 300 Liter an, der Tankwart guckt unter den Tank, sucht wohl ein Loch, ne ne mein Lieber ist schon o.k. Er lächelt und wirft nochmals verstohlen einen Blick in die Tanköffnung, höchst manipulativ kommt ihm das vor!


Thailand ist für uns Land der Pick Ups, find ich gut, diese Autos werden hier für alles genutzt und sind im Verhältnis zu den Limousinen billig. Von Oldtimer bis moderner Oberprotz ist alles zu sehen, nur die Insassen nicht, alle Scheiben sind extrem stark getönt. Die Schulbusse sind mit kleinem Dach und Sitzbänken versehen und oft überladen mit kreischenden Schuluniformen. In der Landwirtschaft wird vieles mit Einachsschleppern bewegt. Die Dinger find ich noch besser. Verschiedene Längen und Formate begegnen uns überall, einige schicken Leute auf Kreuzungen voraus, weil sie einen riesen Wendekreis haben und der Fahrer den langen Lenker nicht weit genug einlenken kann, die Arme sind dafür zu kurz!

Die wahren Buddhisten jedoch – die Mofafahrer, sie glauben uneingeschränkt an die Wiedergeburt …

Alles in allem also recht angenehm zu fahren, Schilder und Vorschriften werden von jedem individuell ausgelegt und dienen nur dazu, der Obrigkeit das Gefühl zu geben, sie hätte das Sagen!