Abenteuerreise Kambodscha – Angkor
Carlos | 27. Februar 2010 | 02:48

Abenteuerreise Kambodscha - Angkor Angkor Wat wird vielen, wie auch mir, ein Begriff sein. Aber Angkor Wat ist nur einer von unzähligen Tempeln auf dem Gebiet von Angkor. Die Tempelstätten sind auf insgesamt 300 Km² verstreut wobei die berühmtesten Bauten in der Nähe von Siem Reap stehen. Trotzdem ist Banteay Srei noch 35 km von Angkor Wat entfernt. Von verschiedenen Herrschern in den Jahren 800 bis 1200 erbaut, wird es wenig Menschen geben, die sich nicht von diesen mystischen Bauten faszinieren lassen. Es bedarf mehrer Tage, um auch nur einen groben Überblick zu bekommen. Im Einzelnen zeige ich euch vier Tempel, Angkor Wat, Angkor Thom, Ta Prohm und Banteay Srei.
Nur in den frühen Morgenstunden ist ein Besuch lohnenswert, ab 11 Uhr fallen Scharen von Touristen ein, meist Asiaten die hemmungslos jegliches Motiv verstellen.

Angkor Wat, majestätische Erhabenheit

Angkor Thom, die großartige Stadt

Ta Prohm, im Würgegriff des Dschungel

Banteay Srei, akribische Kunst in Sand

Abenteuerreise Kambodscha – Kulturtage Richtung Siem Reap
Carlos | 24. Februar 2010 | 15:28

Wir tingeln von der Küste aus über Phnom Phen, noch mal am Mekong entlang, Richtung Siem Reap.

Um uns auf das Kulturepos ein zu stellen, machen wir Rast am Wat Phnum Satuk auf einem 200m hohen Berg. In der Hoffnung auf kühleren Wind, der Sommer naht merklich, fahren wir bis fast auf die Kuppe. Hier wird total viel gebaut und wir sehen, wie aus Beton feinste Muster gegossen werden. Dieses Wat ist ein Vorzeigerelikt in Kambodscha. Einige alte, versteckte Altare und Figuren zeigen die Vergangenheit, anderer neuer Kitsch steht mittendrin.

Ein junger Mönch, der schon seit 4 Jahren hier lebt, ist wissbegierig und sitzt mit mir im Sonnenuntergang auf einem Felsen mit weitem Blick ins Tal. Wie im Film, nur bin ich total müde und die Moskitos fangen an zu summen. Er besteht darauf, dass wir uns sicherheitshalber nahe an sein Zimmer zu den anderen Häusern stellen und schlafen so die Nacht an der heiligen Baustelle.

Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap

Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap

Den Kaffee noch im Gaumen bleiben wir an der Strasse stehen, wo unzählige Steinmetze Buddhas und andere Heiligtümer aus Stein zaubern. Noch in Verhandlung über den Preis für einige kleine Kostbarkeiten halten hinter uns Jochen und Christina vom Otres Beach! Die Menschenansammlung wird mit der geballten Attraktion von zwei Trucks immer grösser.

Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Im Doppelpack fallen wir in Sambor Prei Kuk ein, welches einst Hauptstadt eines alten Königreiches im 6. Jahrhundert war. Dutzend Kinder belagern uns sofort und wollen uns Tücher für 1 Dollar verkaufen. Das Gebiet der Anlage ist ca. 1 qkm gross und letztlich begleiten uns sieben Kinder, die alles auf Englisch laienhaft erklären. Es stellt sich heraus, dass auch Deutsch und Französisch nicht fremd sind. Die Jungs verlieben sich in Vega und der Schweiss treibende Fussmarsch endet damit, dass wir jedem Kind ein Tuch abkaufen, in der Hoffnung, dass es etwas nützt. Die Übernachtung am Kulturerbe ist wieder ein Sicherheitsproblem und endet wie üblich, dass wir Hängematten Background bekommen.

Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap Abenteuerreise Kambodscha - Kulturtage Richtung Siem Reap

Angkor – Kambodschas Hauptattraktion ist von uns erobert und wir glauben es nun auch, dass man mehrere Tage für einen Bruchteil davon braucht. Wir erkundigen uns, ob wir irgendwo auf einem der riesigen Parkflächen übernachten dürfen – NEIN! Der Ausländer kann froh sein, wenn er mit dem eigenen Fahrzeug den Haupteingang passieren darf. Bezaubert von der Baukunst stehen wir 5 Tage lang wohl behütet über Nacht bei der Tourist Police, wir geben Deutsch Unterricht und im Gegenzug gibt’s Wasser für den Tank.

Abenteuerreise Kambodscha – Phnom Penh und Sihanoukville
Carlos | 23. Februar 2010 | 13:31

Wir überqueren den Mekong über eine der wenigen Brücken, die über die Mutter aller Wasser in Kambodscha existieren, von den Japanern gebaut. Jetzt können wir uns auch erklären, warum erst jedes zehnte Auto KEIN Toyota Camry ist Laughing Out Loud

Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville

Phnom Penh – auch wenn die Capital City von Kambodscha mit ihrem Flair, reicher Kultur und super Einkaufsmöglichkeiten alle Touristen begeistert, hat sie in den Gassen und Vororten grosse Armut und Müll. An den Ufern des Tonle Sap, kurz bevor er in den Mekong mündet, sitzen wir im 5 Sterne Hotel Cambodiana und krümeln genussvoll europäisch Croissants. Der Truck steht auf dem schattigen Parkplatz, versorgt mit Wasser und Strom. Wie stellt man das an? Man schickt Uta zum Fragen. Sie lässt sich weder von den Damen an der Rezeption noch vom entsetzten Concierge abwimmeln.

Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville

Und beim weltoffenen Manager ist dann alles „kein Problem“. Der Platz ist für Vega-Gassi in einer Grosstadt ideal. Nebenan ist eine riesige, noch unbebaute Fläche, auf der einige Obdachlose hausen und Vega hat Ausgang bis zum Mekong.
Die neuen Varianten von Hinweisschildern – nur Pfeile, ohne Beschriftung lassen uns Auskenner nicht versagen und wir erreichen südlich von Phnom Penh die Gedenkstätte “Killing Fields“. Unter Pol Pot wurden hier Tausende gequält und ermordet, Kinder erschlagen, in Massengräbern verscharrt.

Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville

Phnom Penh ist riesig, kosmopolitisch und heiss. Zu heiss, um Vega allein im Truck warten zu lassen und nach zwei Tagen zieht es uns an die Küste. Die Strassen gleichen Wüsten Off Road. Ansehen wollen wir uns Kep, ein mehrmals neu aktiviertes altes Seebad. Das Wasser ist verdreckt und der Ort ist alles in allem; alt und neu, gemütlich und kalt, reich und arm… von den Polizisten werden wir sofort höflich inspiziert und ein Platz für die Nacht wird uns gezeigt.

Am Morgen brechen wir sofort auf nach Sihanoukville, wir wollen baden im Golf von Thailand! Unterwegs beobachten wir, wie Autofahrer vor uns unaufgefordert Geld aus dem Auto reichen und als der gekaufte Polizist uns sieht, dreht er sich ganz unauffällig weg.

Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville Abenteuerreise Kambodscha - Phnom Penh und Sihanoukville

Tom aus Mae Sot hat uns den Otres Beach empfohlen und nach langem Suchen stehen wir neben der Solar Bar bei Thor aus Deutschland und machen hier 12 Tage lang puren Strandurlaub, wie er im Buche steht! Wir lernen hier Jochen und Christina aus Esslingen, auch mit ihrem Truck in Asien unterwegs, kennen, trinken mit reisenden Franzosen ein Bier und baden im glasklaren Salzwasser, lassen uns von Hundefreundin Heike Pancakes machen…

Die Zeit vergeht wie im Fluge. In einem Reisebüro holen wir bei der Abfahrt unsere Pässe mit dem beantragten Chinavisa ab, ein super Service. Wir hoffen, es steht dem nichts im Weg und wir beginnen am 25. März mit zwei weiteren Autos im Konvoi die Reise durch China und Tibet für festgelegte 24 Tage.

Abenteuerreise Kambodscha – Kampie, Irrawaddy Delfine und Kratie
Carlos | 14. Februar 2010 | 08:57

Alle haben uns Kampie mit den im Mekong lebenden Irrawaddy-Delfinen als unbedingten Stop empfohlen. Empfangen werden wir von einer dicht besiedelten Allee, alles grün, das ist erholsam für die Augen! Nördlich von Kampie machen wir an einem Parkplatz halt, Kaffeedurst und die Hintern sind eingeschlafen. Wir schauen auf den Mekong, eigentlich ein guter Rastplatz für die Nacht.

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Als Vega draussen anfängt mürrisch zu bellen, gucke ich obligatorisch aus dem Fenster und schnelle sofort hoch, reisse die Machete aus dem Fach und renne raus …wütend stelle ich mich vor Vega, weil ein angetrunkener mit dem Beil auf sie los gehen wollte! Er zeigt mit der Handbewegung, dass sie gut zum Essen wäre und geht zögernd und schimpfend weg. Tja, damit hat sich das mit dem Platz erledigt. Ganz aufgelöst fahren wir weiter, bis zum Touristen-Ausguck für die Irrawaddy- Delfine. Freundlich werden wir auf den Parkplatz gelotst. Uta möchte nicht mit den Motorbooten zu den Delfinen fahren und die seltenen Säugetiere stören, nur um vielleicht eine Flosse zu sehen. Dürfen wir über Nacht hier stehen? Ja dann müssten wir aber der Polizei Bescheid geben, um Schutz einzuholen … was für ein Tag!

Letztendlich stehen wir vor einem grossen Hotel in Kratie direkt am Mekong mit Sonnenuntergang. Am Morgen sehen wir uns den vollen, quirligen Markt an, umrahmt aus langsam zerbröckelnden Bauten der französischen Kolonialzeit. Wir haben uns immer gewundert, warum die Frauen hier morgens nicht aus ihrem bunten Schlafanzug raus kommen, hier bestätigt sich, dass es der neueste Modeschrei ist und wir amüsieren uns herrlich.

Wie lerne ich am besten die einfachen Leute von Kambodscha kennen? Ich verbringe einen halben Tag und eine Nacht in einer Kautschukplantage! Das total rot eingestaubte Auto konnten wir in Kratie waschen lassen und nun war eine Innenreinigung dran. Also biegen wir mittags in eine total leere, schattige Plantage ab. Alles ist ausgepackt und wir wuseln im, am und unterm Auto herum, da trudeln die Arbeiter nach der Mittagspause ein. Oh welch Erlebnis! Wie im Kino setzen sie sich vor den Truck und lachen über alles, was wir Langnasen so machen. Zwei Uniformierte kommen dazu, wir runzeln die Stirn. Als, wie uns schon bekannt, die Hängematten gespannt werden, frage ich, ob wir bewacht werden sollen… ein Lachen, nein, die Plantage! Sehr früh sind wir wieder die Leinwand und fahren zum Frühstücken winkend lieber etwas weiter aus dem Geschehen.

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