Schnurstracks trucken wir nach Mae Sot zu Tom, hören, was es Neues gibt und um einiges zu erledigen, z.B. die nicht funktionierende Klimaanlage entgültig ausbauen. Ein zweiter Hund ist eingezogen und sie – Puk pui – bespielt jetzt Jessie, wie sie es selbst vor drei Monaten mit Vega tat.
Prompt landen wir zwischen Verstärkern und Partyzelt – der Nachbar feiert Hauseinweihung (vielleicht erinnert ihr euch an die Baustelle mit den burmesischen Arbeitern). Wir sind eingeladen und weil wir neugierig sind und es sonst auch nicht auszuhalten wäre mit 100 dB Karaoke, verbringen wir den Abend mit Tanzen, Essen und Hong Thong Trinken rum, Unterhalten ist unmöglich!
Morgens um 6 Uhr werden wir vom Gebetssingsang der Mönche geweckt, das Haus wird gesegnet…angenehme Stimmung, bis Karaoke wieder startet bis abends…die Thais sind einfach verrückt.
Die Nächte hier in West-Thailand, umgeben von Bergen, sind noch erträglich kühl. Wir decken uns also nachts wieder zu und Vega vergeudet keine Energie mit Hecheln vor dem Schlafen. Für den Tag haben wir uns einen kleinen Ventilator zugelegt, der die Haare waagerecht stehen lässt. Er hat den Platz der Klimaanlage eingenommen, da WAECO keine Lösung für uns hier in Thailand anbieten kann. Für die Fenster im Fahrerhaus haben wir uns Fliegengitter zum Einklemmen anfertigen lassen, damit immer eine Luftzirkulation möglich ist für Vega.
Die Friendship Bridge von Mae Sot nach Burma hat nicht viel zu tun, weil die Güter über den „grossen kleinen Grenzverkehr“ exportiert werden. Das alles wird von beiden Seiten geduldet, ist aber absolut illegal. Unmengen an Pflanzenöl, allerhand Getränke an Coke etc. und geheimnisvolle Pakete rutschen über die aus Beton gebauten Schrägen abenteuerlich in die Boote. Zwischendrin waschen sich die Frauen im Fluss, Kinder spielen, Männer schweissen…alles Burmesen, die hier auf thailändischer Seite des Flusses leben.
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