Posts for category ‘Wohnmobil, Fernreisemobil, Expeditionsfahrzeug’

Herzlich Willkommen auf unserem Reise- und Abenteuerblog!
Carlos | 7. November 2009 | 09:24

Hier dreht sich alles um Fernreisen abseits der Touristenströme. Unterwegs sind wir in einem Off Road fähigen Mercedes 917 Allrad, der zum Wohnmobil aus- und umgebaut wurde. Meine treue Begleiterin Vega, ein spanischer Tierheimhund, ist immer mit dabei. Nach unserer Transafrika Tour, die uns viele Reiseabenteuer und skurrile Geschichten, aber auch an den Rand des Abgrundes brachte, sind wir nun in Asien unterwegs. Von Südostasien aus werden wir versuchen einen Weg nach Hause zu finden …

Reiseberichte Asien – Waeco Klimaanlage
Carlos | 6. Dezember 2009 | 12:00

Das Thema war weniger schön. Erst dachte ich, es liegt an der defekten Batterie, jedoch musste ich bald feststellen, nö da ist was anderes schuld.

Es handelt sich bei der Waeco um eine sogenannte Splitanlage, Verdampfer innen, Kompressor außen an der Kabine angebracht. Bei einer Messe habe ich mir das Teil angesehen. SP 900. Die Mitarbeiter von Waeco auf der Messe, wohl wissend was ich vorhabe, nämlich Asien, haben mir die Anlage wärmstens empfohlen.

Die Montage war einfach, Loch durch die Kabine bohren, Kabel samt Leitung durchziehen, beide Teile anschrauben und am Strom anschließen. Schon läuft Sie. Richtig aber sie kühlt nicht, Telefonate mit Waeco, eine neue Anlage kommt. Tage später, Abbau, Anbau – aber nun, nö kühlt wieder nicht. Die Werksatt am verzweifeln, ich sauer. Die dritte geht dann endlich und ich hatte schon ein schlechtes Gefühl.

Zum richtigen Ausprobieren fehlten in Deutschland dann die Temperaturen aber sicher ist, sie kühlt.

Zurück nach Thailand. Nachdem die Klima nur warme Luft produziert schreibe ich an Waeco, bitte um Infos, woran es liegen könnte. Der Product Manager AirCon Systems schreibt zurück, will wissen wo und wie die Klima verbaut ist. Ich bin erfreut über die prompte Mail und antworte. Nun will Waeco wissen wie hoch die Temperatur außen am Kompressor ist und wie hoch die Temperatur ist, die innen aus dem Verdampfer kommt. Ich habe nur ein Fieberthermometer!

Zwischenzeitlich hatte ich einen Klimaspezialisten ausfindig gemacht, der füllte das Kühlmittel auf. Sie kühlt wieder, einen Tag!

Schreibe an Waeco, dass nach dem Auffüllen des Kältemittels die Klima wieder geht und bitte um Ratschläge, da das System ja als wartungsfrei verkauft wurde und wo soll die Kühlflüssigkeit im geschlossenen Kreislauf hin sein, ist etwas giftig für einen Schlafraum !? Erhalte jedoch keine Antwort mehr. Vielleicht denkt Waeco ich bin schon an der giftigen Kühlflüssigkeit gestorben :mrgreen:

Zwei Tage später bin ich wieder beim Klimaspezi, nun bauen wir Kompressor und Verdampfer aus und sogleich komplett auseinander. Der Kühler des Verdampfers ist an mehreren Stellen undicht. Ersatz ist nicht zu bekommen. Reparatur wegen der vielen defekten Stellen nicht möglich. Aber wenigstens die Kompressoreinheit ist dicht. Unangenehm nur der Gedanke, dass die giftige Kühlflüssigkeit sich im Wohnraum aufgelöst hat. Als einzige Möglichkeit bleibt, eine neue Verdampfereinheit einzubauen, wenig schön, die Montage zieht sich bis in den späten Abend hin.

Aus der Waeco wird die Steuereinheit herausgeschnitten und als wir die Anlage anschalten, bin ich erstaunt. Sieht zwar echt schei.. aus aber das Teil geht sehr gut, weit besser als das Original. Und vor allem ganze zwei Tage!

Nach diesen zwei Tagen, die Klima war nur jeden Tag für max. 20 Minuten zur Kontrolle an, kommt wieder nur warme Luft! Frustriert stehe ich beim Klimaspezi, der Kompressor geht nicht mehr, Ersatz nicht zu bekommen, 24 Volt!

Recherche im Internet, wo bekomme ich einen neuen Kompressor her, dabei stoße ich auf Klagen vieler Lkw Fahrer, dass die SP 900 bereits aufgrund der Temperaturen in Spanien und Frankreich nicht funktionieren …

Ende, aus, vorbei! Grantig baue ich die Klima aus, Entsorgen! Nutzloser Ballast!

Nun bleiben Fragen offen. Wie kann es angehen, dass der Kühler, der an einer Stelle verbaut ist, an der man bei der Montage nie und nimmer etwas beschädigen kann, quasi perforiert ist. Warum kühlt die Klimaanlage nicht, wenn man sie braucht, nämlich wenn es heiß ist. Warum wurde von den Waeco Mitarbeitern die Anlage für meinen Zweck so gelobt. Unwissenheit oder fehlende Kenntnisse, Fragen über Fragen.

Ich wartete ein paar Tage, bevor ich einen Endbericht an Waeco verfasste. Leider habe ich schon auf die letzte Mail keine Antwort mehr erhalten, nun auf den Endbericht ebenso nicht. Die nächsten Tage werde ich mich an die Geschäftsleitung wenden, fragen ob das normal ist! Werde berichten.

Reiseberichte Asien – Batterieprobleme
Carlos | 30. November 2009 | 06:14

Die Batterien hatte ich kaum gebraucht und überprüft erstanden, wartungsfrei?

Warum auch immer, vielleicht hätte ich früher Batteriewasser nachfüllen müssen, auf jeden Fall war in beiden Versorgerbatterien zu wenig Flüssigkeit. Nach dem Auffüllen brachte eine Batterie keine Leistung mehr. Da eine alte und eine neue nicht zusammen gehen, habe ich zwei neue gekauft. Reine Versorgerbatterien zu bekommen war nicht möglich, so habe ich letztendlich zwei normale Starterbatterien verbaut. 

Kosten etwa 125 Euro für beide. Thailändische Marke mit 150 ah pro Stück. Aus Fehlern wird man klug, alle drei Monate wird nun das Batteriewasser geprüft!

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Reiseberichte Asien – Das Reisegefährt, Wohnmobil, Fernreisemobil, Expeditionsfahrzeug
Carlos | 1. November 2009 | 14:32

Wie nennt man so ein Gefährt, Wohnmobil – es ist ja meine Wohnung für die Reise. Expeditionsmobil, Expeditionsfahrzeug – klingt ziemlich wichtig. Reisemobil – na ja. Fernreisemobil, ja ich denke das trifft den Punkt.

Bei 100.000 Km auf Afrikas Strassen, Pfaden, Wegen, Wellblechpisten und Gelände habe ich  meine Erfahrungen gesammelt. Und Wohnmobile habe ich schon seit Jahrzehnten. Einem Renault Trafic folgte ein L 300 mit Alkovenaufbau, ja der süße Kleine, leider total untermotorisiert, aber wendig und bequem war er. Dann ein Mercedes 210 D, damals mit seinen 95 PS ein Flitzer, dem ein Mercedes Sprinter folgte.  Als meine Interessen mehr den Fernreisen galten, versuchte ich es mit einem Toyota HZJ 79, besser bekannt unter dem Wort „Buschtaxi“. Von der Firma Extrem, Beuron, ließ ich mir eine Kabine darauf setzen.

Seit 5 Jahren habe ich nun den Off Road Truck, einen Mercedes 917, 4×4, permanenter Allrad und mit zusätzlichen Sperren. Abgelastet auf 7,5 Tonnen.

All meine Erfahrungen mit den Fahrzeugen, den verschiedenen Ausbauten, dem Zubehör und den Ausbauern/Herstellern  nieder zuschreiben, würde den Rahmen sprengen. Ich bin zwar in Asien, aber bei Fragen gern über Mail zu erreichen. Auf meiner Homepage hatte ich mal versucht die einzelnen Komponenten aufzuführen, aber wie es halt so ist, immer kommt was Wichtigeres dazwischen, nun Asien und der Blog. Und so ist die Aufstellung dort bei weitem noch nicht vollständig!

Nur eins kann ich definitiv behaupten: „weniger ist mehr“. Nach drei Tagen mörderischer Wellblechpiste, fliegt dir alles um die Ohren was nicht wirklich taugt (und wenn es nur ein abgefallenes Nummerschild ist)! Ein übersehenes Schlagloch kann ernsthafte Probleme nach sich ziehen. Über den Truck könnt Ihr in meiner Homepage technische Details nachlesen, hier werde ich nur auf, hoffentlich, wenige Probleme und nötige Maßnahmen während der Tour eingehen.

Ein paar Tipps zur Verschiffung geben und allgemeine Ausführungen zu Asien.

Zur Verschiffung. Da ich wenig oder besser keine Ahnung hatte, was da auf mich zukommt, habe ich folgendes vorbereitet: Alle Außenstauboxen wurden entleert mit Aufklebern versehen, nicht verschlossen, sondern nur mit leicht entfernbarem Draht gegen unbeabsichtigtes Aufgehen gesichert. Der Durchgang zum Fahrerhaus wurde doppelt verschlossen. Ebenso alle Fenster gesichert. Im Innenraum alle Gegenstände am Boden fest verzurrt. Die beiden vollen Gasflaschen (beim Verschiffen nicht erlaubt), wurden extra mit Gurten gesichert und mit Holz umschlossen. So waren sie weder sichtbar noch bestand die Gefahr, dass Sie bei schwerer See umherfliegen können. Die Gasverschlüsse wurden mit Schraubenfix nochmals extra gesichert. Letztendlich war bei der Abgabe in Bremerhaven kein Teil mehr außen am Fahrzeug. Alle beweglichen Teile und der Rahmen wurden mit Spray gegen die raue, salzige Seeluft eingesprüht. Die Versorgerbatterien waren abgeklemmt und das Radio im Fahrerhaus entfernt.

Alles zusammen war ein ziemlicher Aufwand!

In Port Kelang (Malaysia) erhielt ich mein Auto ohne jegliche Beschädigung zurück, hatte den Eindruck, niemand hat versucht etwas zu öffnen. Der ganze Aufwand umsonst? Sicher nicht aber ich kann die Reederei wärmstens empfehlen.

Kosten: 3200 US Dollar reine Verschiffung, 400 Euro für Handling in Bremerhaven und etwa 150 US Dollar für das Clearing in Malaysia




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