Vega hat eine nässende und nicht gerade gut riechende Stelle am Ohr. (Infos dazu unter Reisen mit Hund) Puk begleitet uns zum Tierarzt in Mae Sot, hätten wir in dem verwinkelten Städtchen ohne sie nie gefunden.

Ein hoher, gefliester Raum mit einigen Regalen und kleinem Tresen, hinter dem der Veterinär auf uns zu tänzelt und mit einem Lächeln fragt was mein Begehr wäre.
Nach den ersten Sätzen und Bewegungen ist sofort klar – er ist stockschwul! In Thailand ist das kein Problem, es ist halt so und wird akzeptiert. Auch Transvestiten sind keine Seltenheit und es ist erstaunlich – so gut sie auch aussehen – man erkennt es irgendwie. Der Tierarzt ist sehr nett, verrät mir auch gleich, dass er Single ist, hier wohnt und immer zu erreichen ist, Uta räuspert im Hintergrund. Wir lachen.

Vegas Allergie gegen gewisse Insektenstiche wird untersucht und behandelt und weil ich die Salbe auf Verdacht selbst dabei hatte, berechnet er nix und sagt, wir sollen nur gern wieder vorbei kommen. Ein nächstes Mal lassen wir Vega von ihm impfen für einen Bruchteil an Kosten, die wir in Deutschland dafür bezahlt hätten, und er freut sich über einen Plausch mit uns. Als Erinnerung und Dankeschön für die vorzügliche Behandlung und seine wirklich nette Art, nehme ich ihm eine WUFF-Zeitschrift mit, in der ein Afrika Reisebericht mit Vega abgedruckt ist.

Nach einigen trockenen und staubigen Tagen willigen wir gern ein, als der Vorschlag von Tom unterbreitet wird, wir sollten die Hot Springs besuchen. Vega darf mit und übt im Pick Up hinten das Gleichgewicht zu halten.

Auf dem Gelände muss man wissen, wo die Badebecken sind, alles etwas verbaut, sonst findet man sie nicht. Wir wählen das beschattete kühlere Becken und drehen ein paar kleine Schwimmrunden Die wirklich heissen Quellen sind zum Eier kochen gedacht, die man in kleinen Bastkörben dort kaufen kann. abenteuerreise thailand - eier kochen Ein Bach fliesst durch das Gelände und beim Händewaschen merken wir, oh, auch heiss! Nach 20 min zotteln wir die Eier aus der Quelle, hm, noch nicht gut. Also gehen wir hungrig ins Restaurant. Am kleinen Wasserfall wirklich reizend angelegt, mit Brücke zu den Tischen im Grünen. Uta entdeckt zum Fotografieren eine tiefrote Blüte und wird aufgeklärt, dass es wilder Ingwer ist. Der Besitzer abenteuerreise thailand - menuwahl abenteuerreise thailand - ingwer klettert hinab und schneidet ihr eine ab. Uta hätte die Blume lieber an ihrem Platz gelassen aber in Thailand muss man aus Höflichkeit sehr viele Dinge hinnehmen, weil es der Erklärung sprachlich nicht möglich ist.

Die Mädels überreden mich, dass ich als Fahrer zum Hill Tribes Markt in Richtung Tak mit soll. Weiter Weg durch die Berge. Auf dem Markt verkaufen Leute der sogenannten Bergvölker Obst, Gemüse, Reis und Fleisch. So ein Transvestit läuft uns hier über den Weg. Uta und Puk decken uns für die ganze Woche mit Gemüse ein, einiges Obst. Teile von einem Wildschwein werden angeboten, getrocknete Würmer aus dem Bambus zum Naschen und wieder einige uns sehr unbekannte Dinge! Auch hier ist die Zivilisation angekommen und Obstimporte aus China werden verkauft.

Insider wie wir sind, hupen wir auf dem Heimweg, als wir an einem Tempel vorbei fahren. Macht man hier so! Aus den zwei, drei Tagen sind – 5 Wochen – geworden. Ein besonderer Glücksfall für uns, Tom, Puk und Jessie, es wir nicht unsere letzte gemeinsame Zeit bleiben.

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