abenteuerreise thailand - truck aufraumen
Der Truck wird nun Tag für Tag wieder Offroad fähiger gemacht, damit wir in Südostasien unser Reiseabenteuer beginnen können. Das heisst nicht, dass Karon nichts zu bieten hat! Harry und Bee mit ihrem Sohn – liebe Leute aus dem Nachbarhaus -  haben uns eingeladen, sie zu einem Tempelfest in Kata zu begleiten. Gern fahren wir mit!

Der erste Tempel, den wir näher ansehen. Rot, die Farbe des Glücks überwiegt, Gold, Räucherstäbchen und Kerzen überall. Reges Treiben um einen alten, grossen Baum, der mit einer Betonfläche erhöht umgeben ist. Ringsum sind Stühle aufgereiht und so langsam werden sie besetzt. Um den Baum herum stellen alle ihre mitgebrachten, bunten Geschenke ab, mit Blüten, Essensgaben, Zigaretten und anderen Dingen gefüllt. Stille, die Mönche kommen und setzen sich in die erste Reihe. Ganz flink laufen plötzlich viele, sichtlich ärmere Menschen herbei und werden zwischen Geschenken und Mönchen, so gut es geht, postiert. Eine für uns natürlich unverständliche Ansprache und ein langes Gebet folgen. Durch den Fokus sieht man die Augen der Armen über die Geschenke scannen, in welchem befindet sich Geld!? Nach der Ruhe der Ansturm! Der Mönch gibt seinen Segen und sie springen auf und stürzen sich auf die sorgsam hingestellten Gaben, sogar die Mönche zeigen Erstaunen in ihren Gesichtern. Binnen weniger Minuten ist alles verstaut, weggetragen, begutachtet, umgeworfen, in Plastikkörben verstaut. Was auf dem Boden gefallen ist wird von den Hund in Beschlag genommen, keiner käme auf die Idee die Hunde zu verjagen, sie gehören dazu. Grosses Gemurmel und Aufräumen beginnt. Vergleichen kann man es mit dem Kochen: zwei Stunden Vorbereitung und in wenigen Minuten alles verzehrt und nur dreckiges Geschirr und Knochen bleiben übrig. Ein Tempelfest für die Armen, wer kann gibt, wer braucht nimmt! So einfach! Wir entfernen uns  nachdenklich aber mit einem Lächeln.


Vega kommt verschlafen aus dem Bungalow und es ist Zeit für einen Spaziergang. Wir kennen mittlerweile alle Strandhunde und ihre Reviere und treffen auch wieder unseren Farang, so heissen hier alle nichtasiatischen Ausländer, der täglich seine Hundeschar am Strand ausführt. Die gesamte Bucht von Karon laufen wir gemeinsam mit den vielen Hunden auf und ab und werden in das so andere Denken von ihm involviert; alles in unserem Leben ist vorbestimmt, die Welt wird von einer gewissen Menschengruppe gelenkt und beherrscht, Mondlandung und der 9. November in NY nur gestellt, Tsunami ist Folge von Bombentests unter Wasser, der 2.Weltkrieg ganz anders als uns gelehrt, die Impfungen h1n1 sollen weltweit Microchips zur Kontrolle in uns verteilen….alles unterlegt mit Schriften, Videos, Namen und intelligenten Gedanken. Oft können wir gar nicht folgen! Schon verrückt. Was wir verstehen, er wünscht sich eine einsame Insel auf der südlichen Halbkugel für seine Hunde und seinen Sohn mit gesundem Boden für Selbstversorgung. Das gönnen wir ihm! abenteuerreise thailand - regenzeit

Regengüsse kommen vom Himmel und am Strand wird seit Tagen eine riesige Bühne aufgebaut. Starker Wind reisst an den Abspannungen. Das Roy-Fest ist eröffnet. Wie auf Bestellung ist abends bestes Wetter und wir werfen uns in den Tumult. Hunderte Mofas, laute Musik, allseits bekannte Fressmeile, Werbefirmen, Polizeikontrollen und erst als wir schon im Bett liegen geht die Post ab – der Wind bringt uns kreischende Fans ans Ohr.

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