Schon von Anbeginn der Reise auf Phuket, es war noch Regenzeit, kamen erste Problemchen auf. Unser netter Bungalow Vermieter Capt. Horst bestätigte, dass Laptops und Handys schnell bei der Luftfeuchtigkeit den Geist aufgeben und rosten. Und so entwickelt mein Notebook ein gewisses Eigenleben, nichts was nicht mit Batterie entfernen (also totaler Stromentzug) wieder zu beheben wäre, aber sehr dynamisch. Es fühlte sich auch alles klamm an, Plastik und Metall waren immer etwas beschlagen. Das Autoradio verabschiedete sich bereits nach zwei Stunden in Malaysia mit leichten Rauchwolken aus dem Gehäuse.
Dass sich der Hausstrom mal für ungewisse Zeit verflüchtigt, ist eher normal. Und Verteilerdosen sind Kunstgegenstände. Jedes Kabel wird dekorativ um die Verteilerdose herum verlegt, als wolle man der Verteilerdose nicht wehtun. Nicht zu viele Kabel in das Innere führen, da ist eh wenig Platz. Viel Platz ist um die Dose herum. Dort werden die Kabel verdreht und mit etwas Isolierband gegen Berühren gesichert. Die Dose hängt ja weit oben. Wer dort hoch greift ist selbst Schuld.
So mancher Sicherungskasten baumelt irgendwo ungeschützt ausserhalb des Hauses. Und wenn es hier regnet, dann regnet es nicht, es schüttet wahre Kübel! Immer wieder wird uns bewusst, dass nur in Europa so viele Leitungen in die Erde verlegt werden. Dicke Leitungsknäule hängen an Strassenecken und oft ist alles für die 3,50 m unseres Trucks zu tief und wir müssen Umwege suchen.
Auf Campingplätzen sind Steckdosen neue Heimat für einiges krabbelndes Getier geworden, Lichtschalter mit umherstehenden Drähten funktionieren nicht. Da musste dann schon hin und wieder das Notstromaggregat an die Arbeit!
Ameisen sind überall sofort zur Stelle und – sie lieben Strom! Er ist warm und hat vielleicht gewisse Schwingungen … jedenfalls hat der Truck den Vorteil, dass er sich ständig bewegt und die Ameisen nicht die Zeit haben, ganze Völker anzusiedeln. Anders natürlich die längere Zeit in Mae Sot bei Tom. Sein Sicherungskasten musste entvölkert werden und als wir den Laptop vom Haus in den Truck stellten, wunderten wir uns über den plötzlichen Ameisenbefall. Woher!? Oh nein, sie krabbelten aus allen Anschlussöffnungen am Rechner! Ewig haben wir davor gehockt und die Ameisen abgepasst, und, ich gebe es zu, ich wurde zum Massenmörder! Vor dem Rechner sitzend, den Akku ausgebaut wird überlegt, was wir noch öffnen können, ohne dem Rechner zu schaden.
Gern hätten wir in dem Moment Mathias angerufen (Mathias Heinz von der Fa. Hartmann in Neustadt/Aisch) und seinen Rat eingeholt. An dieser Stelle, Dank sei ihm für die sehr gute Beratung, Verständnis und Freundlichkeit, die er und die gesamten EDV-Abteilung uns in der angespannten Vorbereitungszeit der Reise in Sachen Technik entgegen gebracht haben! Bereits zum zweiten Mal haben die Jungs mir für meine Abenteuerreisen die gesamte Hard- und Software zusammen gestellt (das alles ohne Sponsoring, also echte Annerkennung für die Leute samt Firma).
Alles ganz normal, keine wirklichen Tücken, nur eben etwas gewöhnungsbedürftig!
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